Bürgerverein

Heimatkundliche Blätter

Heimatkundliche Blätter Brand

Frühere Ausgaben unserer

"Heimatkundlichen Blätter"

seit der Erstausgabe 1990 bis 2019

sind noch für den Freundschaftspreis von 5.00 € zu erwerben.

Ausgenommen sind die Jahrgänge 1991, 1993 und 2015,

die nicht mehr vorhanden sind

 

31. Ausgabe "Heimattkundliche Blätter"

Liebe Leserinnen und Leser,

selbst die Corona Pandemie kann die Erfolgsgeschichte der Heimatkundlichen Blätter, die zum 31. Mal in Folge erscheinen, nicht unterbrechen. Geschichte und Geschichten aus Brand und dem Münsterland mit Informationen aus Archiven, aktuellen Berichten, Erlebnissen und gesellschaftlichen Entwicklungen wurden in gewohnter Akribie zusammengetragen von Hermann Schümmer und Michael Schmidt, in Zusammenarbeit mit dem Geschichtskreis und dem Arbeitskreis „Os Heemetsproch“ des Bürgervereins Brand.

Einige Anmerkungen zum Inhalt:

Gastautor Andreas Priesters, Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Aachen, hat einen sehr interessanten Artikel über die „Bauforschung im Aachener Süden „mit Erkenntnissen zum Hausbau zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert“ geschrieben.
In seinem Artikel geht es unter anderem um Dokumentation und dendrochronologische Altersbestimmung von Dachwerken.
Außerdem berichtet er über das (derzeit) älteste bekannte Fachwerkhaus Aachens an der Münsterstraße. Zeichnungen und Fotografien verdeutlichen die Arbeit und ergänzen die Beschreibungen im Text.

Franz-Josef Kall beschreibt in seinem Artikel ein „Denkmal des Unerfreulichen“. Brand besitzt ein einmaliges, wenn auch weniger auffälliges Westwall-„Denkmal“. Mitten in einem Wohngebiet, auf einem privaten Grundstück liegt der einzige, unzerstört gebliebene „Regimentsgefechtsstand“ des gesamten Westwalls. In einem solchen Befehlsbunker, von denen es zwischen Brüggen und Basel insgesamt 72 gab, war der Führungsstab des jeweiligen Befehlsabschnittes untergebracht. Berichtet wird u.a. über den Bau des Westwalls und über Probleme in den Gemeinden. Viele Dokumente und Bilder aus der damaligen Zeit runden den Artikel ab.
Über die Sterbebücher von 1578 – 1798 der katholischen Pfarrei Kornelimünster St. Stephanus hat Hermann Schümmer einen ausführlichen Artikel geschrieben. Sterbebücher sind eine Quelle heimatkundlicher Erkenntnisse. Pfarrer und auch Küster haben Informationen über Krankheiten und Unglücke vermerkt. In den Aufstellungen der Todesfälle sind die Personen nach Oberbegriffen zusammengefasst, z. B. Unglücke in Gruben oder Unglücke durch Feuer. Weitere Listen sind in dem Artikel aufgeführt.

Leo Förster und Franz-Josef Kall haben sich mit dem „Tatort“ Eilendorfer Straße befasst. Der Einbrecher wurde von einer Bewohnerin überrascht, verletzte sie durch einen Schuss mit einer Pistole, floh dann durch die Wiesen hinter dem Haus in Richtung Wald, wurde aber von einem Nachbarn erkannt.
Dass die Verhandlung vor dem Schwurgericht stattfand, weist schon auf die Schwere des Delikts hin. Der Tatort, der/die Täter, der Tathergang und zu guter Letzt das Urteil werden in dem spannenden Artikel beschrieben.

Im 3. Teil der Reihe „Persönlichkeiten im Spiegel von Namen der Straßen, Wege und Plätze in Brand“ befasst sich unser Autor Michael Schmidt mit der Franz-Wallraff-Straße und der Wilhelm-Ziemons-Straße. An erster Stelle wird die nach Franz Wallraff bezeichnete Straße vorgestellt; neben seinem Beruf als Schullehrer in Brand war er auch als einer der ersten und verdienstvollen Heimatforscher tätig.
Mit dem Namen der Wilhelm-Ziemons-Straße wird an eine Brander Persönlichkeit erinnert, die sich u.a. in der Politik (SPD) als langjähriges Mitglied im Gemeinderat Brand engagierte.
Geschichte, Planung und Entwicklung der Straßen werden mit historischen Ansichten und aktuellen Fotos beschrieben.

Im Teil 1 „Brander Französisch mit Beispielen“ von unserem leider in diesem Jahr verstorbenen Autor Hermann-Josef Geilen (siehe Nachruf) geht es um die Brander Mundart, die mit einer ganzen Reihe von Ausdrücken durchsetzt ist, die sofort als fremdländischen Ursprungs zu erkennen sind. Manche haben sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Eine Auflistung der gebräuchlichsten Wörter befindet sich in dem Artikel.

In dem Artikel „Die Evangelische Kinder- und Jugendhilfe Brand“ beschreiben Gastautor Horst Kreutz und unser Autor Michael Schmidt, wie es vor mehr als 50 Jahren zur Gründung des Evangelischen Kinderheimes in Brand – heute Ev. Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand gGmbH – kam. Die Kinder vertriebener bzw. übersiedelter Familien – besonders aus den Ostgebieten – erhielten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs neben einer Bildung in besonderen Schulen und dem Erlernen der deutschen Sprache auch Unterkunft und eine neue Heimat.

Ein Nachruf auf einen Ur-Brander, Hermann-Josef Geilen, der am 15. Juni 2020 im Alter von fast 90 Jahren verstorben ist, darf in diesem Buch nicht fehlen.

Die Chroniken der Bürgermeisterei Brand vor 100 Jahren sowie der Gemeinde Brand vor 50 Jahren gehören genauso zum festen Bestandteil der „Heimatkundlichen Blätter“ wie die aktuelle Chronik in Brander Mundart.

Brander Mundartverse von Wilma Henn und von dem leider verstorbenen Jac Moll sowie Lieder unserer Heimat vom verstorbenen Dionys Bartz runden das Buch ab.

Auch diesmal ein herzlicher Dank an die Autoren für Ihre Beiträge und die Bilder, teils aus Archiven und von Ewald Kreus.
Ein Dank auch an die Druckerei de Hessele.

Wolfgang Müller
Vorsitzender

 

zum Inhalt:

31. Ausgabe "Heimattkundliche Blätter"

Hier ist es für Nichtmitglieder zu erwerben

Rückblick: 30 Jahre HKBl

Streiflichter durch 30 Ausgaben „Heimatkundliche Blätter“ in 30 Jahren zeigte die kürzlich im Foyer der Sparkasse Aachen-Brand stattgefundene Ausstellung. Auf 11 Stellwänden dokumentierten rund 60 Plakattafeln einen Querschnitt durch die Zeit der Buchserie, ihrer Entstehung und Inhalte, zu der die Besucher über vierzehn Tage während der Öffnungszeiten (bis zum 29.11.) Zugang hatten.

Mit dieser von Mitgliedern des Geschichtskreises Brand gestalteten und organisierten Ausstellung erhielten die Jahrbücher die öffentliche Wertschätzung, die ihr alle Zeit von der Leserschaft über Brand hinaus gezollt wird.

Wolfgang Müller, Vorsitzender des Bürgervereins Brand, Initiator dieser Ausstellung, fand bei der Eröffnung in seiner Ansprache neben dem Dank an den Vorstand und die Geschäftsstellenleitung der Sparkasse, der Begrüßung der geladenen Gäste sowie Presse, informative Worte den Inhalt der Präsentation betreffend: „Die Idee dieser Ausstellung ist anlässlich der 30. Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ entstanden. Ich habe schon bei der (am 5. November erfolgten) Buchvorstellung gesagt, dass die 30. Ausgabe kein Jubiläum ist aber eine Erfolgsgeschichte. Männer der ersten Stunde waren Bruno Kreus, damals Leiter des Arbeitskreises, Herbert Bücken, damals Vorsitzender des Bürgervereins und Günter Kuckelmann, der mehr für die Vorlagenerstellung, Schreibarbeiten und drucktechnischen Angelegenheiten verantwortlich zeichnete.“

Schließlich kamen Dank und Lob dem Geschichtskreis für die jahrelange so ausgezeichnete Arbeit – insbesondere an den Ausgaben immer wieder aufs Neue – nicht zu kurz. Dass der Vorstand des Bürgervereins den Wert der Beschäftigung mit der Brander Heimatkunde durch den Geschichtskreis zu schätzen weiß, unterstrich Wolfgang Müller auch, als er die persönliche Anerkennung bei den anwesenden Mitarbeitern dieses Kreises in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte.

Der kleine Rundgang durch die Ausstellung entlang der ansprechend farbig gestalteten Plakatwände von Nr. 1 bis 11 vertiefte die Geschichte der Buchserie, die in 1989 mit der Idee, ein Jahrbuch herauszubringen, geboren war. Etwa 5 500 Seiten wurden seit der ersten Ausgabe in 1990 gedruckt, die 460 Text- und Bildbeiträge von 83 Autoren umfassen. Auf sechzig Plakaten wurde nun sozusagen die „Lebensgeschichte“ dieser Serie mit Nennung von Verfassern und Schwerpunktthemen dargestellt. Kurz gefasste Text-/Bildauszüge aus sechzehn beispielhaft ausgewählten Büchern verschiedener Jahre konnten dem Betrachter rasch einen Eindruck vermitteln.

Die seit frühestem Zeitpunkt bereits beteiligten Mitglieder des Arbeitskreises „Os Heemetsproch“ fanden auf separaten Plakaten ebenso Beachtung und Erwähnung, wie auch Beispiele der Brander Mundart dargestellt waren. Schließlich informierten Auszüge einiger Presseberichte über verschiedene Buchvorstellungen der Vergangenheit in der Aachener Bank (ehemals Volksbank Aachen Süd) und Sparkasse Aachen.

In einer Schauvitrine wurde eine Auswahl vor allem der ersten Buchausgaben vorgestellt mit dem Hinweis, dass bei Interesse aus einem Restbestand noch Exemplare zu bekommen sind. (Kontakt: Hermann Schümmer, Leiter des Geschichtskreises, Tel. 52 63 85).

Text: Günter Kuckelmann

 

Foto: Wolfgang Sanders

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Fotos: Wolfgang Sanders und Ewald Kreus

Erwerb

Die Broschüre ist für 10,00 € beim Bezirksamt Brand,

in der Sparkasse Brand, bei der Aachener Bank Brand

und in der Buchhandlung Brand erhältlich