Bürgerverein

Blickpunkt

Blickpunkt

Der erste Blickpunkt erschien im 3. Quartal 1975 und
danach 3 mal im Jahr

Er enthielt Mitteilungen und Veranstaltungstermine für Brand

Die Verteilung erfolgte ab Juni 2014 kostenlos mit "Noits op d'r Brand"

und ist nun ab Februar 2017 darin integriert, so dass die Informationen
alle zwei Monate erscheinen

Zusätzlich liegen weitere Exemplare im Bezirksamt, bei der
Aachener Bank, der Sparkasse Brand und bei den Mitgliedsgeschäften
der IG Handel, Handwerk und Gewerbe aus.



 

Februar 2020

Neujahrsempfang 2020

Foto: Ewald Kreus


Neujahrsempfang im Bezirksamt Brand


Manche mögen’s heiß, hätte das Motto des Neujahrsempfangs sein können, denn die Pfefferschoten haben für die musikalische Unterhaltung zwischen den Wortbeiträgen gesorgt. Doch leider war die Heizung im großen Sitzungssaal des Bezirksamts vor Beginn der Veranstaltung ausgefallen und die Raumtemperatur dementsprechend niedrig.
„Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“, stimmte der Damenchor unter der Leitung von Angelika Zaun an und bekam im Gegenzug zunächst die Wortbeiträge von drei Männern zu hören: Nach der Begrüßung durch Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders und seinem kurzen Bericht über die Arbeit im Amt wurde Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns grundsätzlich und rief dazu auf, im Sinne der Demokratie das friedliche und offene Zusammenleben in Europa und die Wertegemeinschaft zu verteidigen. „In diesem europäischen Haus ist unsere Heimat dort, wo wir uns auskennen, wo wir Orientierung haben“, konkretisierte er seine Vorstellung vom Miteinander. „Wir möchten, dass sich alle Menschen bei uns wohl fühlen und dass sie hier unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Hintergrund eine weltoffene Heimat finden.“ Tillmanns warnte davor, das Land Spaltern, Ausgrenzern und Demagogen zu überlassen. Man dürfe sich aus Angst vor Populisten aber auch nicht verrückt machen lassen. Stattdessen müsse die Zukunft auf der Grundlage eines gesellschaftlichen Konsenses gestaltet werden. Dies sei gerade auf der lokalen Ebene wichtig, da der Alltag durch die gewählten Vertreter in vielen Bereichen unmittelbar beeinflusst werden könne. Abschließend rief er alle dazu auf, bei der Kommunalwahl am 13.September dieses Jahres ihre Stimme abzugeben und sich auf diese Weise für die Demokratie zu engagieren.
Anschließend berichtete Wolfgang Müller als Vorsitzender über die Arbeit des Bürgervereins im vergangenen Jahr. Das Projekt „Brander Senioren bleiben mobil“ laufe schon seit 5 Jahren und habe mit 1.300 Fahrten im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass ältere Menschen wieder mehr am täglichen Leben teilnehmen können. Der Brander Bürgerprinz der letzten Session, Karsten I, habe das Projekt zusammen mit seinem Hofstaat mit einer Spendenaktion unterstützt. Dabei sei ein Betrag in Höhe von insgesamt 7.564,73 € zusammengekommen. Weitere 3.000,00 € seien aus der Spendensammlung des Brander Karnevalszuges für das Projekt bereitgestellt worden. Außerdem seien in diesem Zusammenhang unter der Schirmherrschaft von Müller 9.000,00 € für die Unterstützung der Brauchtumspflege durch die Brander Karnevalsgesellschaften gesammelt worden.
Dafür bedankte sich der Vorsitzende bei allen Beteiligten und den Spendern, bevor er auf die Arbeit des Arbeitskreises Natur und Umwelt sowie des Geschichtskreises einging. Anlässlich der 30. Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ sei im November des vergangenen Jahres sogar mit einer Ausstellung in den Räumen der Sparkasse über die Schwerpunkte und Themenfelder der Jahrbücher informiert worden. „Für die Ausstellung wurde von Günter Kuckelmann extra ein 63-Seiten starker Wegweiser erstellt, der schnell vergriffen war“, berichtete Müller und bekräftigte das große Interesse an der Arbeit des von Hermann Schümmer geleiteten Geschichtskreises. Großes Interesse habe auch die Veranstaltung „Marktplatz der Brander Vereine und Institutionen“ am 15.September 2019 wecken können. Zum krönenden Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung, bei der sich über 40 Vereine und Institutionen präsentiert hatten, habe das Theater Brand mit dem Musical „Bella Italia“ mediterranes Flair auf den Marktplatz gebracht. Dafür dankte Müller dem Organisationsteam und allen anderen Beteiligten. Einen großen Dank richtete er zum Abschluss seines Beitrags an alle, die sich in Brand ehrenamtlich engagieren und somit das „Brander Wir-Gefühl“ stärken.
Danach leitete die 2.Vorsitzende des Bürgervereines, Frau Dr. Rita Breuer als Moderatorin des Neujahrsempfangs über zur Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Brander Feld, Frau Anke Schürings. „Im kommenden August feiern wir im Brander Feld unser 20-jähriges Jubiläum. Ein Grund zu feiern, nicht nur für uns als Schule, sondern für den ganzen Stadtteil“, stellte die Schulleiterin fest und betonte das gelungene Miteinander und die Einbindung der Schulen in das bemerkenswerte Netzwerk mit seinem starken Zusammenhalt. Hierzu führte sie als Beispiel den Tag der Vereine an, da dieser gezeigt habe, wie viele Angebote es für Kinder und Jugendliche in Brand gebe. Das Mobilé und die Einrichtung Jugend und Begegnung (JuB) hätten für die Schulen eine besonders große Bedeutung. Aus der Zusammenarbeit zwischen JuB und Gesamtschule seien zum Beispiel die Kinderkulturkarawane oder das Friedenscamp entstanden. Die gute Zusammenarbeit mit den Kirchen würde ebenfalls Kinder von Anfang an einbeziehen. Alle vier Brander Schulen hätten sich im Arbeitskreis FahrRad in Aachen-Brand engagiert und zuletzt mit einem 400 Teilnehmer umfassenden Fahrradkorso das Anliegen aufgezeigt, ein fahrradfreundliches Brand für Kinder, Familien und Senioren zu gestalten.
Bevor die Pfefferschoten mit dem letzten Lied den offiziellen Teil des Empfangs abschließen konnten, ergriff Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns erneut das Wort, um die stellvertretende Leiterin des Bezirksamtes für ihren schon fast ein Vierteljahrhundert andauernden überaus engagierten Einsatz zu ehren. Die von der Ehrung völlig überraschte Rosi Steffens konnte dafür den gerahmten Kunstdruck des Brander Wappens als Zeichen der Anerkennung entgegennehmen.
Zum Abschlusslied der Pfefferschoten schunkelten die anwesenden Vertreter der Brander Vereine, Institutionen, Politik und Verwaltung und stellten dabei fest, dass der gut gefüllte Saal zwischenzeitlich mit menschlicher Wärme temperiert worden war. Daher hatte das Thekenteam der Ersten Großen Brander KG noch einige Gläser zu füllen, bevor am Nachmittag der letzte Gast das Bezirksamt verließ.
Wolfgang Sanders

 

Pfefferschoten

Foto: Ewald Kreus

Ehrung für Rosi Steffens

Foto: Ewald Kreus

Ehrenamtler/innen des Bürgerverein Brand


Ehrenamtler/innen des Bürgerverein Brand feiern den Jahresabschluss

Es ist schon Tradition, dass sich die Ehrenamtler/innen des Mobilitätsprojektes „Brander Senioren bleiben mobil“ und des Seniorentelefons zum Jahresabschluss zu einer kleinen Weihnachts-/Jahresabschlussfeier zusammenfinden.

In geselliger Runde fand diese am 11.12.2019 in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Brand statt.

Im Laufe des Nachmittags und frühen Abends wurden interessante Gespräche geführt und viel gelacht, sodass die Zeit zu schnell verging. Für das Wohl der Gäste sorgten kalte Getränke und warme Speisen. 

Ein großer Dank an Lia Tauchert und dem Ehepaar Goebbels, die diese Veranstaltung wie immer hervorragend organisiert haben.

Wolfgang Müller

 

Archiv der Deutschen Pfadfinderschaft

Teil des alten Archivs der Deutschen Pfadfinderschaft übergeben

Bei alten Dokumenten und Fotos stellt sich häufig die Frage: „Was geschieht mit den Unterlagen, wenn z. B. die Akteure nicht mehr da sind und die nächste Generation die Dinge aus Unkenntnis nicht wertschätzt und verwirft? Oder, wer stöbert noch in alten Kartons und Alben nach Dokumenten oder Negativen?“

Der Geschichtskreis Brand befasst sich bekanntermaßen mit Zeitgeschichte und Heimatkunde. Er hatte in den letzten Jahren, nachdem eine begrenzte Werbung für die Überlassung solcher Unterlagen von ihm verbreitet worden war, immer wieder mal den Zugang von Material aus Nachlässen u. ä. zu verzeichnen. Nicht selten ist der Übergeber froh darüber, dass solche Unterlagen in „gute Hände“ kommen. Es geht bei diesen Fällen nicht nur um die endgültige Überlassung, sondern öfter um die Möglichkeit der Auswertung und damit Rückgabe.

Es ist zu berichten über ein Beispiel aus jüngster Zeit:

Fritz Georg Kersting hat die Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Stamm Brand in den Jahren 1948 bis 1961 maßgebend geleitet. Er hatte die Unterlagen (Chroniken) aus dieser Zeit in seinem Haus sicher aufbewahrt. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass in einigen Jahren alles verworfen wird. Wie kann man den Wert dieser Dokumente erhalten? Ewald Kreus aus dem Geschichtskreis des Brander Bürgerverein ist mit dem Fotografieren, Digitalisieren und Scannen vertraut. Er erklärte sich bereit, diese ca. 3000 Dokumente zu digitalisieren, damit man immer einen schnellen Zugriff hat und jeder Interessierte den Datensatz bekommt. Gute Fahrtenberichte, Fotos und Erinnerungen sind aufgezeichnet. Nur zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren schon 31 Brander Pfadfinder zum Internationalen Scouts Camp nach GB-Essex. Ein Jahr später war ein großer Gegenbesuch in Brand mit Zeltlager im Weißen-Wehebachtal bei Schevenhütte.

Ewald Kreus




Fuchssippe im Spessart 1954;
Im Bild: Helmut Poque, Karl-Heinz Jochheim, Hans Feldmann, Heinrich Mennicken, Rudi Myrers, Dionys Poque

Foto: Pfadfinderarchiv

Foto: Pfadfinderarchiv

Dezember 2019

Heimatkundliche Blätter - Die Buchausgabe am 5.11.

Über 200 Damen und Herren fanden sich am Abend des 5. November 2019 in der Geschäftsstelle der Sparkasse Brand ein und freuten sich auf die 30. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter. Vom Team der Sparkasse wurde man gleich am Eingang um Mäntel und Jacken erleichtert und mit Getränken versorgt, ein perfekter Einstieg in einen schönen Abend!

Geschäftsstellenleiter Roland Schreiber begrüßte die zahlreichen Gäste auch im Namen von Gebietsdirektor Andreas Kreitz und Guido Tognazzi (Geschäftsstelle Niederforstbacher Straße) und dankte seinem Stellvertreter Frank Els und seinem ganzen Team für die engagierte Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Dabei hob er auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Sparkasse und dem Bürgerverein hervor und sicherte zu, das vielfältige Brander Vereinsleben auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen.

In seiner anschließenden Rede richtete der Vorsitzende des Bürgerverein Brand e.V. Wolfgang Müller seine Grußworte zunächst an die Gastgeber - mit herzlichem Dank für den festlichen Rahmen des Abends und die wertvolle Unterstützung der Heimatkundlichen Blätter, die der Bürgerverein von Seiten der Sparkasse wie auch der Aachener Bank erfährt. Die Erwähnung zahlreicher Ehrengäste wurde unterbrochen durch ein spontanes Geburtstagsständchen für Pfarrer Ralf Freyaldenhoven.

Der runde Geburtstag, den die Heimatkundlichen Blätter in diesem Jahr feierten, war für Wolfgang Müller ein guter Anlass, auf 30 Jahre Erfolgsgeschichte zurückzuschauen und den anwesenden Aktiven dieser Zeit persönlich und mit einer guten Flasche Wein zu danken.

Die Idee von Günter Kuckelmann für ein ‚Brander Jahrbuch‘, wie der Projekttitel 1989 zunächst lautete, stieß auf die offenen Ohren von Herbert Bücken, seinerzeit Vorsitzender des Bürgerverein Brand, sowie Bruno Kreus, seinerzeit Leiter des Heimatkundlichen Arbeitskreises (heute Geschichtskreis). „Damit von unserem Wissen für die nachkommenden Generationen nichts verloren geht“ sollte fortan jährlich ein Buch mit dem Titel ‚Heimatkundliche Blätter‘ erscheinen. Gesagt getan machten sich Bruno Kreus und Günter Kuckelmann ans Werk. Im Laufe der Zeit brachten sich immer mehr Liebhaber der Heimatgeschichte ein, in besonderer Weise Hermann Schümmer als amtierender Vorsitzender des Geschichtskreises, Ewald Kreus als ‚unser Fotograph‘ sowie Michael Schmidt, der seit 2015 für die Text- und Bildverarbeitung und Formatierung verantwortlich zeichnet und darüber hinaus selbst als Autor aktiv ist.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und mit Erwähnung der verstorbenen Mitstreiter wurden einige Autoren und Unterstützer der Heimatkundlichen Blätter namentlich geehrt: Doris Müller, Wilma Henn, Elisabeth und Ludwig Kall, Hermann Josef Geilen, Egbert Drese, Dr. Peter Fleck, Jürgen Molitor, Franz Josef Kall, Franz Bremen, Dieter Bartz, Kurt Berns, Hans Feldmann, Manfred Kessel und Leo Förster. Ein besonderer Dank ging auch an die Druckerei Elisabeth und Joachim De Hesselle.

Mehrfach wurde Wolfgang Müller während seiner Rede von faszinierenden Klängen unterbrochen: Werner Lauscher (Kontrabass) und der musikalische Leiter der Big Band der Sparkasse Aachen Csaba Székely (Gitarre) zogen die Gäste in ihren Bann und begeisterten mit ihrem Können. Das Publikum dankte den Musikern mit konzentrierter Aufmerksamkeit und großem Applaus.

Doris Müller, die als Leiterin des Arbeitskreises ‚„Os Heemetsproch“ seit Jahren auch den Jahresrückblick in den Heimatkundlichen Blättern gestaltet, trat ihrerseits ans Mikrofon, um in perfekt gereimtem Brander Platt humorvoll und tiefgründig auf 30 Jahre Heimatkundliche Blätter zurückzuschauen und abschließend unser aller Wunsch in Worte zu fassen: dass es noch lange so weitergehen möge!

Nach erneutem Dank an alle Beteiligten und Unterstützer der Heimatkundlichen Blätter und des festlichen Abends gab es noch einmal Musik und schließlich ein buntes Angebot an Leckereien und Getränken, bei denen die Gäste gerne noch blieben und den Abend munter und mit guten Gesprächen ausklingen ließen.

Text: Rita Breuer

Foto: Wolfgang Sanders

Foto: Ewals Kreus

Rückblick: 30 Jahre HKBl

Streiflichter durch 30 Ausgaben „Heimatkundliche Blätter“ in 30 Jahren zeigte die kürzlich im Foyer der Sparkasse Aachen-Brand stattgefundene Ausstellung. Auf 11 Stellwänden dokumentierten rund 60 Plakattafeln einen Querschnitt durch die Zeit der Buchserie, ihrer Entstehung und Inhalte, zu der die Besucher über vierzehn Tage während der Öffnungszeiten (bis zum 29.11.) Zugang hatten.

Mit dieser von Mitgliedern des Geschichtskreises Brand gestalteten und organisierten Ausstellung erhielten die Jahrbücher die öffentliche Wertschätzung, die ihr alle Zeit von der Leserschaft über Brand hinaus gezollt wird.

Wolfgang Müller, Vorsitzender des Bürgervereins Brand, Initiator dieser Ausstellung, fand bei der Eröffnung in seiner Ansprache neben dem Dank an den Vorstand und die Geschäftsstellenleitung der Sparkasse, der Begrüßung der geladenen Gäste sowie Presse, informative Worte den Inhalt der Präsentation betreffend: „Die Idee dieser Ausstellung ist anlässlich der 30. Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ entstanden. Ich habe schon bei der (am 5. November erfolgten) Buchvorstellung gesagt, dass die 30. Ausgabe kein Jubiläum ist aber eine Erfolgsgeschichte. Männer der ersten Stunde waren Bruno Kreus, damals Leiter des Arbeitskreises, Herbert Bücken, damals Vorsitzender des Bürgervereins und Günter Kuckelmann, der mehr für die Vorlagenerstellung, Schreibarbeiten und drucktechnischen Angelegenheiten verantwortlich zeichnete.“

Schließlich kamen Dank und Lob dem Geschichtskreis für die jahrelange so ausgezeichnete Arbeit – insbesondere an den Ausgaben immer wieder aufs Neue – nicht zu kurz. Dass der Vorstand des Bürgervereins den Wert der Beschäftigung mit der Brander Heimatkunde durch den Geschichtskreis zu schätzen weiß, unterstrich Wolfgang Müller auch, als er die persönliche Anerkennung bei den anwesenden Mitarbeitern dieses Kreises in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte.

Der kleine Rundgang durch die Ausstellung entlang der ansprechend farbig gestalteten Plakatwände von Nr. 1 bis 11 vertiefte die Geschichte der Buchserie, die in 1989 mit der Idee, ein Jahrbuch herauszubringen, geboren war. Etwa 5 500 Seiten wurden seit der ersten Ausgabe in 1990 gedruckt, die 460 Text- und Bildbeiträge von 83 Autoren umfassen. Auf sechzig Plakaten wurde nun sozusagen die „Lebensgeschichte“ dieser Serie mit Nennung von Verfassern und Schwerpunktthemen dargestellt. Kurz gefasste Text-/Bildauszüge aus sechzehn beispielhaft ausgewählten Büchern verschiedener Jahre konnten dem Betrachter rasch einen Eindruck vermitteln.

Die seit frühestem Zeitpunkt bereits beteiligten Mitglieder des Arbeitskreises „Os Heemetsproch“ fanden auf separaten Plakaten ebenso Beachtung und Erwähnung, wie auch Beispiele der Brander Mundart dargestellt waren. Schließlich informierten Auszüge einiger Presseberichte über verschiedene Buchvorstellungen der Vergangenheit in der Aachener Bank (ehemals Volksbank Aachen Süd) und Sparkasse Aachen.

In einer Schauvitrine wurde eine Auswahl vor allem der ersten Buchausgaben vorgestellt mit dem Hinweis, dass bei Interesse aus einem Restbestand noch Exemplare zu bekommen sind. (Kontakt: Hermann Schümmer, Leiter des Geschichtskreises, Tel. 52 63 85).

Text: Günter Kuckelmann

 

Brander bleiben mobil, auch für Blinde

Brander Senioren bleiben mobil
fährt jetzt auch stark sehbehinderte und erblindete Menschen

Wie sieht die Welt für Menschen mit einer starken Sehbehinderung oder gar Blindheit aus? Diese Frage stellten sich die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer des Brander Seniorenmobils im September dieses Jahrs.
Und sie erhielten im Rahmen einer Schulung interessante Antworten.

Der stellvertretende Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins der StädteRegion Aachen e.V., Herr Bernd Neuefeind, nahm im Juli des Jahres Kontakt zum Brander Seniorenmobil auf und bot eine Kooperation an. Die Idee: in Brand wohnen nicht nur mobilitätseingeschränkte ältere Menschen, sondern auch Menschen mit erheblicher Sehbehinderung bis hin zur Blindheit, die gelegentlich auch einen Fahrdienst innerhalb von Brand benötigen.
Das Brander Seniorenmobil mit seinen über die Fahrt hinausgehenden Hilfen, wie etwa der Begleitung bis zur Tür, erschien Herrn Neuefeind da sehr passend.

Eine Rücksprache mit unseren Fahrerinnen und Fahrern ergab, dass sie auch diese Personengruppe sehr gerne fahren würden.
Am 19.09. wurden die Fahrerinnen und Fahrer des Seniorenmobils dann auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Frau Regina Bechter, eine Trainerin für Menschen mit Sehbehinderungen, zeigte unseren Fahrerinnen und Fahrern praxisnah, was es bedeutet, nur noch eine begrenzte Sehfähigkeit zu haben.

Die Fahrerinnen und Fahrer erhielten spezielle Brillen, mit denen Seheinschränkungen simuliert wurden. So konnte jeder die Erfahrung machen, wie es ist, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

Die Schulung bereitete uns allen großen Spaß. Aber noch wichtiger war, dass wir anhand der praktischen Übungen erfuhren, wie es ist, wenn man Hilfe benötigt. Und so erschloss sich auch, wie wir mit Menschen mit Sehbehinderungen und auch anderen hilfebedürftigen Menschen umgehen sollten.

Insgesamt war die Schulung für alle eine tolle Erfahrung, die uns helfen wird, in Zukunft noch besser auf unsere Fahrgäste eingehen zu können.

Brander Bürger mit einer starken Sehbehinderung sind nun auch herzlich eingeladen, unseren Fahrdienst innerhalb von Brand in Anspruch zu nehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Sie erreichen uns montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 10:00 Uhr – 12:00 Uhr unter der Telefonnummer: 0241 45 090 210.
Sollten Sie uns nicht erreichen, hinterlassen Sie bitte eine Nachricht mit Ihrer Telefonnummer, wir rufen zurück.

Text: Heike Bohnes/Fotos. Wolfgang Sanders

 

Foto: Wolfgang Sanders

Bäumchen schüttle Dich!

Die Jugendgruppe des OV Aachen THW unterstützte am 28. September den Arbeitskreis Natur&Umwelt des Bürgervereins Brand bei der Apfelernte. Dabei lernten die Junghelfer nicht nur etwas über die verschiedenen Apfelsorten der Region, sondern erhielten auch interessante Informationen zum Thema Naturschutz.

Am Samstagmorgen trafen sich die Junghelfer und Jugendbetreuer/-in des OV Aachen schon ganz früh, um zur Streuobstwiese in der Grachtstraße zu fahren. Bevor man jedoch vor Ort mit der Arbeit starten konnte, gab es zunächst einige wichtige Erläuterungen zur Apfelernte durch den Vorsitzenden des Arbeitskreises Natur&Umwelt, Andreas Lux. Die motivierten Jugendlichen sammelten voller Begeisterung bis in den frühen Nachmittag das reife Obst ein und lernten dabei, welche Apfelsorten aufgrund ihrer Eigenschaften besonders gut in Brand reifen und welche Rolle die Streuobstwiese für das Naturschutzgebiet spielt. Natürlich konnten die Jugendlichen während des Erntens die verschiedenen Apfelsorten probieren und eine Lieblingssorte war schnell gefunden!
In wenigen Stunden konnten mehr als 100 Säcke mit Äpfeln gefüllt und verlastet werden. Die Junghelfer fuhren sehr stolz zurück zur Unterkunft, nachdem sie die Säcke ausgeliefert hatten.

Das Zusammenspiel aus aktivem Teamwork, Naturschutz und Unterstützung des Arbeitskreises Natur&Umwelt, hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht.

Nicole Faber

Ortsjugendbeauftragte, Ortsverband Aachen

Ergänzung zum Bericht von Nicole Faber.
Aus den gepflückten Äpfeln sind 700 Liter Apfelsaft, der Grachter, gepresst worden. 
Der Verkaufserlös fließt zu je 50 % in den Kinder- und Jugendfond sowie in den 
Seniorenfond des Bürgerverein Brand.
Im Namen des Bürgerverein Brand darf ich mich bei allen Beteiligten für die
Unterstützung recht herzlich bedanken!
                                                                                     Wolfgang Müller

Foto: Horst Wipper

Foto: Horst Wipper

10 Jahre Weihnachtspakete

Die Inhaberin
Elfrun Tögel, Friseursalon & Kosmetik, Wolferskaul 18b
und die Inhaberin
Frau Bohne-Hofmann, Reinigung Bohne-Hofmann, Trierer Straße 769
haben ihre Kunden in den letzten 10 Jahren gebeten weihnachtliche Päckchen für Brander Senioren, die nicht auf der „Sonnenseite“ des Lebens stehen, zu spenden.

Schweren Herzens aber aus beruflichen Gründen beenden die Inhaberinnen die soziale Aktion und bedanken sich recht herzlich bei allen Spendern der letzten 10 Jahre.

Der Bürgerverein Brand e.V. und besonders alle Brander Seniorinnen und Senioren, die jährlich bedacht wurden, bedanken sich bei den verantwortlichen Inhabern.



Die Arbeiterwohlfahrt, der Ortsverband Brand, vertreten durch Frau Anita Frenzel,
hat sich bereit erklärt, die Aktion zu übernehmen und fortzuführen.

Weihnachtliche Päckchen oder Gutscheine für Brander Senioren, die nicht auf der „Sonnenseite“ des Lebens stehen, können

ab Dezember 2019 bei der AWO, Am Reulert 87 täglich in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr, ausgenommen Samstag und Sonntag,

abgegeben werden.

In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Brand und der AWO Brand werden die Päckchen an Brander Senioren verteilt.
Auf diesem Wege schon jetzt ein großes Dankeschön an alle, die den Brander Senioren mit einem weihnachtlichen Päckchen eine große Freude bereiten.Text und Foto: Wolfgang Müller