Bürgerverein

Blickpunkt

Blickpunkt

Der erste Blickpunkt erschien im 3. Quartal 1975 und
danach 3 mal im Jahr

Er enthielt Mitteilungen und Veranstaltungstermine für Brand

Die Verteilung erfolgte ab Juni 2014 kostenlos mit "Noits op d'r Brand"

und ist nun ab Februar 2017 darin integriert, so dass die Informationen
alle zwei Monate erscheinen

Zusätzlich liegen weitere Exemplare im Bezirksamt, bei der
Aachener Bank, der Sparkasse Brand und bei den Mitgliedsgeschäften
der IG Handel, Handwerk und Gewerbe aus.



 

April 2022

Mitgliederversammlung 2022

Mitgliederversammlung 2022 mit Vorstandswahlen

Nachdem alle mit ausreichendem Abstand aufgestellten Stühle im Pfarrzentrum von St. Donatus besetzt waren, konnte der Vorsitzende Wolfgang Müller die reguläre Mitgliederversammlung des Bürgervereins Brand e.V. am 17. März 2022 pünktlich um 19:30 Uhr eröffnen und die Teilnehmer, darunter auch Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns, begrüßen. An diesem Abend standen die satzungsgemäßen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Doch zuvor wurde der beiden seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen Mitglieder gedacht. In die Gedenkminute wurden die Opfer des Angriffskrieges auf die Ukraine einbezogen. Danach berichtete der Geschäftsführer Wolfgang Sanders über die Aktivitäten des Vereins seit der letzten Mitgliederversammlung im November 2021. Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen konnten der Arbeitskreis Natur und Umwelt und der Geschichtskreis ihre Arbeit erfolgreich fortsetzen. So konnte der Arbeitskreis Natur und Umwelt zahlreiche Vogelnistkästen im letzten Winter für die nun anstehende Brutsaison vorbereiten und die Unterhaltung der Wanderwege fortsetzen. Zudem wurden weitere Insektenhotels aufgestellt. Die Mitglieder des Geschichtskreises konnten sich zwar nicht regelmäßig treffen, haben aber die anfallenden Recherchearbeiten fortgesetzt und ein Konzept für die 33. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter entworfen. Lediglich der Arbeitskreis Os Heemetsproch wurde durch die Kontaktbeschränkungen vollständig ausgebremst. Hingegen war die Entwicklung der Fahrten mit dem Seniorenmobil sehr erfreulich. Die Zahl der durchgeführten Fahrten hat im vergangenen Jahr wieder zugenommen, nicht zuletzt, weil Fahrten zum Impfzentrum hinzugekommen sind. Als Schatzmeister berichtete Lorenz Hellmann ausführlich über die Ein- und Ausgaben sowie die Kassenlage des Bürgervereins. Auf Vorschlag der Kassenprüfer wurde der Vorstand daraufhin einstimmig entlastet.

Bevor der Vorstand neu gewählt wurde, bedankte sich Wolfgang Müller herzlich für die langjährige Mitarbeit von Dr. Rita Breuer im geschäftsführenden Vorstand als 2.Vorsitzende. Da sie zwischenzeitlich den Vorsitz eines anderen Vereins übernommen hatte, stand sie nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Er bedankte sich darüber hinaus bei Mathias Becker und Altbezirksbürgermeister Herbert Henn für ihre über Jahrzehnte andauernde Mitarbeit im Gesamtvorstand. Gründungsmitglied Herbert Henn und der seit 1974 im Verein aktive Mathias Becker wollten sich aus dem Gesamtvorstand zurückziehen und standen daher für eine Wiederwahl auch nicht mehr zur Verfügung. Dann ging alles sehr schnell. Unter Leitung des Ehrenvorsitzenden Willi Eschweiler wurde Wolfgang Müller einstimmig erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zum 2. Vorsitzenden und neuem Mitglied des geschäftsführenden Vorstands wurde Karl Scheider gewählt. Wolfgang Sanders (Geschäftsführer), Herbert Stettner (stellvertretender Geschäftsführer), Lorenz Hellmann (Schatzmeister) und Benedikt Dautzenberg (Schriftführer) wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Zuvor hatte Wolfgang Müller angekündigt, dass der Vorstand nach einem Jahr zurücktreten werde, um bei einer erneuten Wahl einen neuen Vorsitzenden aus dem Kreis des Vorstands wählen zu lassen. Bis dahin könne Karl Scheider eingearbeitet und nach entsprechender Kandidatur und Wahl durch die Mitgliederversammlung diese Funktion übernehmen.

Nach der Wahl des neuen Vorstands wurde der Blick auf die anstehenden Aufgaben gerichtet. Schließlich soll vom 09. bis zum 11.09.2022 das 50-jährige Jubiläum (50+1) auf dem Marktplatz gefeiert werden. Außerdem soll die für das Jubiläum geplante Ausstellung in diesem Jahr nachgeholt werden. Nach der langen Zeit ohne eine sichere Planungsgrundlage für Veranstaltungen wünschen sich alle ehrenamtlich Tätigen, dass es wieder einfacher wird, Brauchtum zu leben und Veranstaltungen zu organisieren, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem schönen Stadtbezirk Brand stärken.

Text: Wolfgang Sanders
Fotos: Ewald Kreus

 

Aktiver Einsatz für den Naturschutz in Brand

Vogel-Nistkästen
Im Rahmen einer jährlich wiederkehrenden Aktion haben die Aktiven des Arbeitskreises Natur und Umwelt im Bürgerverein Brand e.V. (AKNU) im vergangenen Winter die bereits vor elf Jahren rund um St. Donatus aufgehängten Vogel-Nistkästen gereinigt. Auch die im vorletzten Jahr am alten Kirchweg und am Rollefbach aufgehängten Nistkästen wurden kontrolliert und gereinigt. In fast allen Kästen befand sich reichlich Nistmaterial, was auf eine rege Bruttätigkeit schließen ließ.
Weitere vom Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen zur Verfügung gestellte Nistkästen konnten kürzlich von den ehrenamtlich Helfenden des Arbeitskreises am Rollefbachweg und an der Rombachstraße aufgehängt werden. Damit sind jetzt insgesamt 25 Nistkästen regelmäßig zu kontrollieren und zu reinigen, damit sie weiter als sichere Brutstätte von heimischen Vogelarten genutzt werden können.
Insektenhotels
Bereits im letzten Jahr wurden drei der insgesamt acht geplanten großen Insektenhotels (60x60 cm) für Wildbienen am alten Kirchweg, der von der Vennbahntrasse entlang der Schützenwiese zum Rollefbach führt, am Vennbahnweg und am Goertzbrunnen aufgestellt. Schon im ersten Jahr wurden mehr als zwei Drittel der Bohrungen von Wildbienen zur Eiablage belegt. Im vergangenen Februar wurden nun zwei weitere dieser Nisthilfen vom AKNU fertiggestellt und in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Projekts „QUO vadis“ des Sozialwerks Aachener Christen am Komericher Weg und am alten Kirchweg aufgestellt.
Wanderweg „Inde Route“
Die Inde Route ist ein anerkannter Partnerweg (Zubringer) des Premium-Wanderwegs „Eifelsteig“ und führt vom Brander Marktplatz durch das Naturschutzgebiet Indetal und das Klauser-/Frankenwäldchen zum Korneliusmarkt in Kornelimünster. Erst dort beginnt der Eifelsteig offiziell. Bei der Hochwasserkatastrophe im letzten Jahr wurde auch die Fußgängerbrücke über die Inde unterhalb der Klause durch die Flut stark beschädigt und musste von der Stadt gesperrt werden. Deshalb ist bis zur in diesem Sommer geplanten Freigabe eine Umleitung über die Klauser Straße erforderlich, die nun vom AKNU nach Vorgabe der Stadt ausgeschildert wird. Auch sonst beteiligt sich der Arbeitskreis an der Unterhaltung und Beschilderung der Brander Wanderwege. Für das kommende Frühjahr und den Sommer stehen wie in jedem Jahr wieder Pflegemaßnahmen an, um die Wege begehbar zu halten.

Text und Fotos: Paul Goebbels

 

Dr. Andreas Lux beim Reinigen eines Nistkastens

Aufbau des Insektenhotels am Komericher Weg

Paul Goebbels am Insektenhotel am alten Kirchweg

Februar 2022

Neues Viehtor auf dem Weg zum Brander Wald

Brander Spaziergänger nutzen gerne als Abkürzung zum Brander Wald den schmalen Pfad, der von der Eilendorfer Str. über Wiesen zum Freunder Heideweg führt. Auf diesen Pfad gelangt man durch ein von der Stadt errichtetes Drehgitter und geht dann durch mehrere Drehkreuze, die die Kühe davon abhalten, die Weide zu verlassen.

Da die Jungrinder immer wieder den mittleren, noch aus mehreren eng stehenden Pfählen gebauten Durchgang nicht als Sperre akzeptieren wollten, hat der Arbeitskreis Natur und Umwelt dort im letzten November ein Schwingtor gesetzt, wie sie auch schon auf den Querungen der Wiesen im Indetal und auf dem „Alten Kirchweg“ stehen. Nachdem Landwirt Vondenbusch unser Material und Werkzeug mit seinem Traktor über die ziemlich aufgeweichte Wiese transportiert hatte, war das Tor auch mit Hilfe der Männer vom THW schnell gesetzt.

Dieser Weg führt über mehrere Grundstücke privater Besitzer. Als Bedingung für die Nutzung als Fußweg durch die Öffentlichkeit wurde das Mitführen von Hunden, Fahrrädern und Fahrzeugen aller Art verboten. Die Schilder (s. Foto) stehen an beiden Zugängen.
Leider wird das Hundeverbot beinahe täglich missachtet. Deswegen appelliert auch der Arbeitskreis, der zusammen mit Stadt und Landwirten die Durchgänge funktionstüchtig erhält und die Zuwege freischneidet, dieses Verbot zu beachten.

Text und Fotos: Paul Goebbels

 

Dr. Andreas Lux koordiniert die Arbeiten

Notizen aus dem Geschichtskreis

Diese Arbeitsgruppe war wie viele andere durch die Folgen der Pandemie über das ganze Jahr 2020 und in 2021 mindestens die ersten Monate von den Verboten der Zusammenkünfte für gemeinsame Aktivitäten stark betroffen. Die Treffen für Archivbetreuung und den so wichtigen Wissensaustausch fielen aus und machten es nötig, dass die Mitglieder miteinander kommunizierten per „Draht und Mail“. Das war am Ende nicht ganz erfolglos, denn im letzten November konnte bekanntermaßen das turnusmäßige Jahrbuch, die „Heimatkundlichen Blätter 2021“, Band 32, vorgestellt werden.

Nun ist der Folgeband für 2022 bereits geplant und mit den ersten Beiträgen in Arbeit. Rückblickend kann festgestellt werden, die „stabile“ Mannschaft des Geschichtskreises hat die Krise überstanden, und es bleibt zu hoffen, dass es ab kommendem Jahr besser wird – die Archivarbeit und Themen-/Texterstellung durch die vorgesehenen Autoren für das Jahrbuch 2022 Erfolg haben. Leider hatte die Gruppe von Leo Förster, ein Gründungsmitglied in 1980, Abschied nehmen müssen, der am 5. April 2021 verstorben war.

Wenn hier die Heimatkundlichen Blätter herausgestellt werden, so sollte man wissen, dass in den Ausgaben seit dem ersten Buch in 1990 fast 500 Artikel auf rund 6 000 Seiten veröffentlicht worden sind. Mehr als 80 Verfasser aus eigenen Reihen und mit den Gastautoren waren es bisher.

Intern stellt man sich gelegentlich die Frage, sind solche Jahrbücher noch von Interesse, und gibt es einen Leserkreis dafür. Vor einigen Jahren wurde auf eine diesbezügliche Leserumfrage ein durchweg bejahendes d. h. positives Echo verzeichnet.

Die Resonanz bei der großen Vielfalt der Themen, meist, wie die Arbeitsgruppe als Geschichtskreis tätig ist, historischer Art, wird erfreulicherweise bestätigt durch Reaktionen von Lesern in ihren Zuschriften oder durch mündliche Äußerungen. So gab es über die Zeit ergänzende Informationen, Anregungen und Rückfragen. Beispiel war eine jüngst eingegangene Nachricht aus Köln-Brauweiler an den Teamleiter Hermann Schümmer, die nachfolgend wörtlich wiedergegeben ist und auf einen Artikel im letzten Buch von 2021 Bezug nimmt. Unter dem Titel „Die ehemalige Jugendherberge Steinebrück im Indetal“ hatte Ewald Kreus die Geschichte der Anlage dokumentiert.

Sehr geehrter Herr Schümmer. Vielen Dank für die Übersendung der Unterlagen zu Steinebrück. Meine Großmutter Philomenia Stammel geb. Liebertz (1871-1956) hat als sehr junge Frau dort als Köchin gearbeitet und übernahm danach die Küche eines Restaurants in der Jakobstraße. Ein junger Stammkunde wurde 1897 der Ehemann und später mein Großvater, aus Schleifmühle. Das Geräusch vom Rad und Wasser ist noch im Ohr und der typische Geruch noch im Olfaktus. Eine gute Zeit wünscht Herbert Schartmann

Wir erinnern uns nicht an alle einzelnen Vorgänge in den Jahren. Hier seien nur erwähnt:
In den ersten Jahren der Bucherscheinungen, in denen schwerpunktmäßig die Ereignisse des letzten Krieges in Brand und die Tagebücher von Zeitzeugen veröffentlicht wurden, gab es vermehrt Nachfragen und Informationen.

Von besonderer Bedeutung war eine Buchveröffentlichung in Irland im Zusammenhang mit dem Brander Bericht über die „Pferderennen auf der Brander Heide“ und den Initiator Graf Rice, in den Büchern 2001 bis 2003 von Leo Förster und Egbert Drese.Es sei noch erwähnt, dass das Thema Waggonfabrik Goossens (in 2005 bis 2007) vielfach Grund für Rückfragen, auch aus der Nachkommenschaft dieser Familie, gewesen ist,

und ähnlich war es bei dem Artikel „Die Radrennbahn Krummerück“ (in 2007), zu dem ein Bruder des 1951 hier tödlich verunglückten, ehemals sehr populären Radrennfahrer Jakob Kropp, sehr aktiv ergänzende Informationen lieferte.

Text: Günter Kuckelmann/Foto: Ewald Kreus, 2019

Für eine Kontaktaufnahme: Hermann Schümmer, Tel. 526385, E-Mail: a.schuemmer@web.de

Mitglieder des Geschichtskreises

Foto: Ewald Kreus, 2019