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Zeelink

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GESCHAFFT?
Gibt es wirklich „Keine Pipeline im Brander Indetal“?

Der massive Protest der Brander Bevölkerung bei zwei Veranstaltungen im März und im Mai, unterstützt durch sehr erfolgreiche Unterschriftsaktionen und auch weiteren Naturfreunden, dürfte letztlich dazu geführt haben, dass der Vorhabenträger OGE (Open Grid Europe) nun tatsächlich Ende August den Antrag auf ein Planfeststellungsverfahren für die Pipeline entlang der Autobahn A44 bei der Bezirksregierung Köln eingereicht hat!
Vom Brander Bürgerverein und den Mitgliedern der Initiative „Keine Pipeline im Brander Indetal“ wurde diese Nachricht mit großer Freude aufgenommen! Es besteht nun die berechtigte Hoffnung, dass unsere Schutzgebiete verschont bleiben und dort keine Bagger und Bulldozer eine breite Schneise schlagen und damit den Biber und andere schützenswerte Tiere vertreiben oder Natur zerstören. Auch der AK Umwelt im Bürgerverein Brand, der sich mit Herzblut und ehrenamtlichen Engagement seit vielen Jahren insbesondere für die Pflege der Natur-, FFH- und Landschaftsschutzgebiete Indetal, Brander Wald und Rollefbachtal aktiv einsetzt, ist erst einmal erleichtert.
Seit unserem letzten Bericht über die Gaspipeline ZEELINK I hat sich in den letzten Monaten Einiges getan. Zum aktuellen Sachstand:

Versprechen eingelöst
Im Juli hat uns der Vorhabenträger OGE (Open Grid Europe) auf Nachfrage mitgeteilt, dass sich an den grundsätzlichen Aussagen in der gut besuchten Veranstaltung des Bürgervereins in der Gesamtschule Brand im Mai zum weiteren Genehmigungsverfahren und zu der geplanten Trassenführung – entlang der A44 – nichts geändert habe. Die Prüfung der Antragsunterlagen laufe bereits und dieser würden in Kürze eingereicht.
Um auch offizielle Informationen zu erhalten, hat der Bürgerverein Brand e.V. im August einen Einwohnerantrag nach der Gemeindeordnung NRW für das Bürgerforum – ein Ratsausschuss der Stadt Aachen – gestellt.
Und dann kam die gute Nachricht: OGE hat seine Zusage eingehalten und am 25.08.2017 den Antrag auf ein Planfeststellungsverfahren für die Pipeline entlang der Autobahn A44 bei der Bezirksregierung Köln eingereicht!
OGE ist damit dem einstimmigen politischen Beschluss des Rates der Stadt Aachen vom März 2017 und der Empfehlung des Regionalrates gefolgt. Und damit ist der Vorhabenträger tatsächlich nicht dem von der Bezirksregierung im Frühjahr vorgeschlagenen „Vorzugskorridor“ durch das Brander Indetal gefolgt. Darüber dürfen sich erst einmal alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Initiative freuen. Allerdings besteht immer noch die Gefahr, dass die Gasleitung durch die Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Brand gelegt werden könnte.

Planfeststellungsverfahren
Denn erst im Planfeststellungsverfahren wird im Detail geprüft, ob die Pipeline tatsächlich entlang der A44 gelegt werden kann ist. Allerdings hätte OGE nach unserer Einschätzung den Antrag für die aufwändigere – und wahrscheinlich auch wesentlich kostenintensivere – Trasse nicht gestellt, wenn sie nicht als durchführbar vorgeprüft worden wäre.
Erschwert wird das Vorhaben sicher noch dadurch, dass das Unternehmen Amprion zeitgleich die Verlegung eines Gleichstrom-Erdkabels entlang der A44 plant (Projekt ALEGrO). Dieses Planfeststellungsverfahren läuft bereits seit einigen Monaten.

Bezirksvertretung Brand – Offenlage in Aachen
Die Bezirksvertretung Brand ist inzwischen in ihrer öffentlichen Sitzung am 13.09.2017 über den Beginn des Planfeststellungsverfahrens für Zeelink I durch eine Mitteilung der Stadtverwaltung informiert worden.
Die sehr umfangreichen Planfeststellungsunterlagen (Pläne und Erläuterungen) liegen vom 18.09.2017 bis einschließlich 17.10.2017 im Raum 400 im Verwaltungsgebäude der Stadt Aachen, Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen, Lagerhausstraße 20, 4. Etage, während der Dienststunden zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Alle Personen, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, können sich in dieser Frist informieren und ggfs. Einwendungen erheben, die dann bis spätestens 02.11.2017 bei der Auslegestelle eingereicht sein müssen. Letztlich entscheidet dann die Planfeststellungsbehörde (Bezirksregierung Köln) über die Einwände und die endgültige Ausführung des Trassenverlaufs.
Über diesen Sachverhalt hat unsere Initiative bereits Anfang September aktuell auf der Homepage des Bürgervereins und bei unserer Online-Petition auf openPetition informiert. Auch die registrierten Unterstützer sind per Email über diese Termine informiert worden.

Info aktueller Trassenverlauf Bezirksamt Brand
Als einen besonderen Service für alle interessierten Brander ist nun im Bezirksamt in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen ein Plan der aktuell geplanten Trasse entlang der A44 (ohne weitere Unterlagen) zur Information ausgehängt.
Parallel zu dem Verfahren finden bereits zwischen der Stadt Aachen und dem Vorhabenträger OGE Abstimmungen statt mit dem Ziel, dass die vom Planungsausschuss der Stadt Aachen und dem Rat beschlossene Parallelführung zur A44 realisiert werden kann.

Einladung zum Bürgerforum am 28. November im Rathaus Aachen
Aufgrund des Bürgerantrages des Bürgervereins Brand wird voraussichtlich im „Bürgerforum“ in der Ausschusssitzung am 28.11.2017 im Ratssaal des Rathauses in Aachen die Vorstellung und Darlegung des Verfahrens und des aktuellen Sachstandes erfolgen.
Die Sitzung ist öffentlich. Unsere Initiative wird beim Bürgerforum als Antragsteller angehört.

Alle Interessierten sind deshalb herzlich zu diesem Termin eingeladen.

Paul Goebbels – Leiter der Initiative
Marianne Krott – Sprecherin der Initiative

Foto: Wolfgang Sanders

Der Vorsitzende des Bürgervereins Wolfgang Müller (rechts im Bild) ist gerne bereit,
gemeinsam mit Paul Goebbels, dem Leiter der Initiative "Keine Pipeline im Brander Indetal"
und der Sprecherin Marianne Krott, dem Vorhabenträger OGE frühzeitig beim Ausheben der Trasse zu helfen!



Allgemeine Info: Pressemitteilung der Stadt Aachen

Die Zeelink GmbH & Co. KG plant den Neubau einer rund 215 Kilometer langen Erdgasfernleitung von Lichtenbusch in der Stadt Aachen über St. Hubert im Kreis Viersen bis nach Legden im Kreis Borken. Das Projekt trägt den Namen „Zeelink“ und ist in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils von den Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf und Münster bearbeitet werden. Für den Abschnitt von der Station Lichtenbusch in der Stadt Aachen bis zur Station Hochneukirch in der Gemeinde Jüchen ist die Bezirksregierung Köln zuständig.
Interessierte können sich die aktuellen Pläne mit Zeichnungen und Erläuterungen in der Zeit vom 18. September bis 17. Oktober 2017 im Verwaltungsgebäude Marschiertor anschauen: Lagerhausstraße 20, 4. Etage, Zimmer 400. Das Büro ist geöffnet von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr, mittwochs sogar bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.

Wer sich von der Zeelink-Erdgasleitung betroffen fühlt, kann seine Bedenken oder Anregungen bis Donnerstag, 2. November, bei der Bezirksregierung Köln (Dezernat 25, Zeughausstraße 2-10 in Köln) oder bei der Stadt Aachen im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen (Lagerhausstraße 20 in Aachen) schriftlich einreichen. Einwände per E-Mail sind nur dann zulässig, wenn die Einwender mit einer qualifizierten elektronischen Signatur arbeiten.

Die komplette öffentliche Bekanntmachung finden Interessierte hier: www.aachen.de/bekanntmachungen (Stichwort: Planfeststellungsverfahren für den Neubau einer Erdgasfernleitung, 07.09.2017)

Bericht zur Sitzung Bürgerforum Stadt Aachen

Bei diesem Termin wurde im Wesentlichen der Antrag des BüV,
Informationen zum Sachstand des Projektes zu erhalten, behandelt. Der
BüV wurde vertreten durch W. Müller, M. Krott und P. Goebbels; als
Besucher waren die Herren Hellmann, Kreus, Lux und Sanders anwesend.
Herr Kißing, Projektleiter des Vorhabenträgers OGE, war der Einladung
der Stadt gefolgt, während die Regierungspräsidentin wegen des laufenden
Verfahrens und aus Gründen der Objektivität abgesagt hatte.

Mit einer kurzen Präsentation stellte Herrn Günther vom Planungsamt der
Stadt den bisherigen Projektverlauf und momentanen Projektstand dar (die
Präsentation wurde uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt und ist
angefügt).
Anschließend wurden von Herrn Hartwig (als Vertreter der Anwohner
"Weiern") und von Herrn Füglein (als Vertreter der Anwohner des
Grauenhoferweges) Fragen zur Sicherheit der Pipeline an Herrn Kißing
gestellt und der Vorwurf erhoben, dass die Stadt "den Schutz von
Fröschen und Vögeln wichtiger als den Schutz der dort lebenden Brander"
ansähe, indem die Trasse entlang der A44 statt durch das unbewohnte
Indetal geplant würde.

Im Übrigen stellt der (ebenfalls angefügte) Artikel in der AN vom
30.11.17 die Diskussion in der Sitzung gut dar. In einer Lokalzeit des
WDR-Aachen wurde von ca. 300 Einwänden gegen die Pipeline berichtet, zu
denen also erst ca Mitte 2018 eine Entscheidung der Bezirksregierung
getroffen wird.

Vortrag Hr. Günther Planungsamt

Artikel AN 30.11.17

Stand Zeelink 07.09.2017


Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

es gibt sehr gute Neuigkeiten zur geplanten Erdgasfernleitung Zeelink I:

OGE (Open Grid Europe) hat seine Zusage aus der öffentlichen Veranstaltung des Bürgervereins in Brand am 12.05.17 eingehalten und am 25.08.2017 bei der Bezirksregierung Köln den Antrag auf ein Planfeststellungsverfahren für die Verlegung der Pipeline entlang der Autobahn A44 eingereicht!

Offenbar haben wir durch unsere massiven Proteste erreicht, dass OGE nicht der Empfehlung der Bezirksregierung Köln, die Pipeline ins Indetal zu legen, gefolgt ist.
Darüber dürfen sich nun zunächst alle Unterstützerinnen und Unterstützer freuen.

Bei dem Planfeststellungsverfahren ist nun im Detail zu prüfen, ob die vom Rat der Stadt und von uns gewünschte „Variante Aachen“ auch wirklich möglich ist. Allerdings würde OGE nach unserer Einschätzung den Antrag für die aufwändigere - und wahrscheinlich auch wesentlich kostenintensivere - Trasse nicht stellen, wenn sie nicht möglich erscheint. Erschwert wird das Vorhaben sicher noch dadurch, dass das Unternehmen Amprion zeitgleich die Verlegung einer Stromleitung entlang der A44 plant (Projekt ALEGrO).

Weitere Termine:

1. Die Bezirksvertretung Brand wird in ihrer öffentlichen Sitzung am 13.09.2017 über den Beginn des Planfeststellungsverfahrens durch eine Mitteilung der Verwaltung informiert.

2. Die sehr umfangreichen Planfeststellungsunterlagen werden vom 18.09.2017 bis 17.10.2017 im Raum 400 im Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße (Planoffenlage) ausgelegt. Außerdem wird der Plan des geplanten Trassenverlaufs in dieser Zeit im Bezirksamt Brand öffentlich ausgehängt werden.
Alle Personen, die sich nun von dieser geänderten Trassenlage betroffen fühlen, müssen evtl. Einwendungen bis spätestens 02.11.2017 einreichen.

3. Parallel zu dem Verfahren finden zwischen der Stadt Aachen und dem Vorhabenträger OGE Abstimmungen statt, damit die so vom Planungsausschuss der Stadt Aachen und dem Rat geforderte Trassenführung an der A44 realisiert werden kann.

4. Aufgrund des am 24.08.17 eingereichten Bürgerantrages des Bürgervereins Brand wird voraussichtlich am 28.11.2017 im „Bürgerforum“ im Ratssaal des Rathauses in Aachen eine Sachstandsmitteilung über das Verfahren und die ersten Erkenntnisse daraus erfolgen.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Für die Initiative: „Keine Pipeline im Brander Indetal“
Paul Goebbels, Leiter
Marianne Krott, Sprecherin

Aktuelles zu Zeelink 26.08.2017



Als nächsten Schritt bzgl. Zeelink 1 hat der Bürgerverein Brand e.V. einen Einwohnerantrag nach der Gemeindeordnung NRW für das Bürgerforum der Stadt Aachen gestellt, um verbindliche Informationen zu der tatsächlich geplanten Trasse von OGE zu erhalten.

Beim Bürgerforum am 28.11.2017 im Ratssaal der Stadt Aachen, Rathaus, Markt, könnte sich das dann als offizielle Information realisieren; alle Interessierten sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.

Aufgrund unserer Nachfrage hat der Vorhabenträger OGE per Email am 28.07.2017 mitgeteilt, dass sich an den grundsätzlichen Aussagen zum weiteren Genehmigungsverfahren und zu der geplanten Trassenführung - entlang der A44 - nichts geändert habe. Er halte an seiner Darstellung
in der öffentlichen Veranstaltung in der Gesamtschule Brand am 12.05.2017 fest. Die Prüfung der Antragsunterlagen laufe bereits und die Planfeststellung soll Ende August eingereicht werden.

Insofern ist nun erstmal unsere Geduld gefragt!

Die automatische Anfrage durch das System von openpetition an das „Ratsparlament“ der Stadt Aachen war unbeabsichtigt. Viele Ratsmitglieder haben nicht geantwortet, da der gesamte Stadtrat mit einem einstimmigen Beschluss vom 22.03.2017 die gleiche Zielsetzung wie unser Projekt „Keine Pipeline im Brander Indetal“ verfolgt, und es keiner weiteren Bestätigungen bedurfte.

Wir werden Sie weiter über die Homepage des Bürgervereins Brand auf dem Laufenden halten und bedanken uns herzlich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.





Mit Brander Grüßen

Wolfgang Müller - Vorsitzender,
Paul Goebbels - Leiter der Initiative,
Marianne Krott - Pressesprecherin der Initiative

Unterstützung gegen Zeelink

Nach einem Artikel der Aachener Zeitung hat Herr Aletse vom NABU
im Indetal eine weitere seltene Schmetterlingsart entdeckt, nämlich
den "Mädesüß-Perlmuttfalter" der bisher hauptsächlich in den Bachtälern
der Eifel und an Wurm und Geul in den Niederlanden vor kommt.

 

Großer Erfolg bei der Veranstaltung gegen Zeelink

Überraschend großer Erfolg bei der Veranstaltung: „Keine Pipeline im Brander Indetal“ am 12.05.2017 in der Gesamtschule Brand
Das Ergebnis der Veranstaltung: „Keine Pipeline im Brander Indetal“, organisiert vom Bürgerverein Brand, war überraschend ein noch größerer Erfolg als erwartet.
Die spontan bei der diesjährigen Mitgliederversammlung gegründete Initiative kündigte bei der Dialogveranstaltung der Open Great Europe (OGE) am 20.März im Pfarrzentrum eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Fachleuten und Verantwortlichen an.
Dieses Versprechen wurde am 12. Mai eingelöst.
Rund 500 Menschen kamen an diesem Freitagabend - trotz bestem Grillwetter - in die Brander Gesamtschule, um Fragen zu stellen und auch eindrucksvoll aufzuzeigen, dass sie sich das Brander Indetal, den Brander Wald und das Rollefbachtal nicht durch eine neu geplante Gaspipelinetrasse zerschneiden und dadurch die Natur zerstören lassen wollen.
Da bereits seit 2008 eine Alternativroute für den Pipelinebau an der Autobahn A44 vorbei durch ein abgeschlossenes Raumordnungsverfahren vorhanden ist, war das Unverständnis der Anwesenden darüber groß, dass die Bezirksregierung Köln in diesem Frühjahr der OGE einen Vorzugskorridor durch das Indetal über ein neu erstelltes Raumordnungsverfahren angeboten hatte.
Der massive Protest der Brander Bevölkerung und weiterer Naturfreunde, begleitet durch erfolgreiche Unterschriftsaktionen, dürfte letztlich mit dazu geführt haben, dass der Senior Projektleiter von Zeelink I, Herr Franz-Josef Kißing an diesem Abend überraschend deutlich erklärte: „die OGE wird im Juni die Trasse über die - auch von der Stadt Aachen empfohlene - „Aachen-Route“ durch Camp Hitfeld und an der A44 entlang bei der Bezirksregierung Köln zum Planfeststellungsverfahren einreichen“.
Dies wurde von den Anwesenden, den Mitgliedern des Brander Bürgervereins und deren AK Umwelt, der sich in engagierter Weise seit vielen Jahren insbesondere für die Pflege der Natur-, FFH und Landschaftsschutzgebiete Indetal, Brander Wald und Rollefbachtal aktiv einsetzt, mit großer Erleichterung aufgenommen.
Die Medien berichteten ausführlich und begleitend zu diesem Thema. Auch ihnen sei an dieser Stelle dafür herzlich gedankt!
Der Bürgerverein Brand wird nun nach der geltenden Gemeindeordnung einen Bürgerantrag vorbereiten, um sich im Sommer in den städtischen Ausschüssen und durch die Bezirksvertretungssitzungen in Brand umfassend über den weiteren Fortgang unterrichten zu lassen.
Aktuell sind weiterhin Unterschriften über www.openpetition.de/!indetal gegen die südliche Trassenführung durch das Indetal erwünscht.
Denn: sofern das Pipelinebauverfahren doch nicht für die nun angekündigte Aachen-Route an der A44 vorbei fortgeführt werden sollte, wird die Initiative ihren Protest umgehend zusammen mit diesen Unterschriften bei der Bezirksregierung Köln einreichen!
Wir danken für Ihre Unterstützung!

Paul Goebbels – Leiter der Initiative: Keine Pipeline im Brander Indetal

Frohe Kunde ?

Expertenteam am 12.Mai 2017

Abstimmung

Foto Ewald Kreus

https://www.openpetition.de/!indetal

Bürgerinitiative gegen Zeelink; Neue Informationen

Diskussionforum zum Thema Zeelink

Freitag, 12. Mai 18:30 Uhr Gesamtschule Brand

Teilnehmer:

Firma OGE, Bezirksregierung, Regionalrat, Stadt Aachen Fachgremien, Örtliche Politik, Bürgerverein Brand,

Anschließend Fragestunde für anwesende Bürger



 

Bürgerforum zum Thema "Zeelink"

Das Bürgerforum ist ein Ausschuss des Rates der Stadt Aachen. Hier können Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Aachen Themen beantragen, die dann im Dialog mit den politischen Vertretern des Rates der Stadt Aachen diskutiert und beraten werden. Das ist in anderen Fachausschüssen des Rates nicht möglich. Im Bürgerforum sind Mitglieder aller Fraktionen des Rates der Stadt Aachen vertreten.

Zeelink I –Initiative Bürgerverein: „Keine Pipeline im Brander Indetal“

Zeelink I
Die Trasse Zeelink I soll von Belgien/Lichtenbusch über Aachen an Stolberg und Würselen vorbei bis Ledgen/Arhaus geführt werden. Sie soll bis 2021 fertig gebaut sein. Die Pipeline ist erforderlich, um die Erdgasversorgung im Westen Deutschlands zu sichern sowie die schrittweise Umstellung von L-auf H-Gas zu gewährleisten. Die Notwendigkeit der Trassenverlegung wird vom Bürgerverein Brand selbstverständlich im Rahmen der notwendigen Daseinsvorsorge anerkannt.


Bericht zum Bürgerforum am 28.11.2017 im Aachener Rathaus

Sachstand

Der Bürgerverein Brand hatte im August letzten Jahres einen Einwohnerantrag nach der Gemeindeordnung gestellt. Dies war ein weiterer Schritt, den unsere Initiative „Keine Pipeline durch das Brander Indetal“ eingeleitet hat, um auf dem Laufenden zu bleiben. Vorab hatten die Brander bei einer Dialogveranstaltung im März mit rund 600 Besuchern und in einer anschließenden Online-Petition mit mehr als 2.600 Unterschriften kurzfristig sehr deutlich gemacht, dass sie keine Durchquerung einer Erdgasleitung durch Brander Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete wünschen.

Open Grid Europe hat Wort gehalten
In der öffentlichen Veranstaltung des Bürgervereins im Mai vorigen Jahres in der Gesamtschule hatte der Projektleiter Franz-Josef Kißing dann erklärt, dass OGE beabsichtige, das Planfeststellungsverfahren für die Gasleitung entlang der BAB 4 zu beantragen, obwohl die Bezirksregierung Köln bei dem vorherigen Raumordnungsverfahren für die Trasse den Weg durch das Brander Indetal und weitere Schutzgebiete als Vorzugskorridor favorisiert hatte. Tatsächlich wurde der entsprechende Antrag dann im August letzten Jahres in Köln gestellt.

Bürgerforum der Stadt Aachen
Aufgrund unseres Antrages hatte der Oberbürgermeister Open Grid Europe (OGE) für den 28. November 2017 zum Bürgerforum ins Aachener Rathaus eingeladen. Dort informierten sich die Fraktionsmitglieder des Rates der Stadt, Mitglieder des Bürgervereins und weitere Interessierte über den Sachstand der geplanten Erdgasfernleitung Zeelink I. Neben den gewählten Ausschussmitgliedern waren auch einige unserer Brander Politikerinnen und Politiker im Aachener Ratssaal vertreten. Die Bezirksregierung Köln war zwar ebenfalls vom Oberbürgermeister eingeladen worden, entschuldigte sich aber mit dem Hinweis, dass sie wegen des laufenden Verfahrens keine öffentliche Stellungnahme abgeben werde.

Den aktuellen Sachstand zum Pipelineverfahren stellte Wolfram Günther, Abteilungsleiter im Fachbereich Stadtentwicklung, dem Bürgerverein anschaulich und umfassend dar. Er stellte fest, dass die Stadt Aachen aufgrund ihrer Grenzlage zu Belgien eine Schlüsselstelle für die Trassenführung einnimmt. Die nunmehr eingereichte Planung wird ausdrücklich von der Stadt Aachen begrüßt, da sie eine weitgehende Parallelführung zur BAB 44 (Belgienlinie) vorsieht. Da quasi zeitgleich auch eine Stromleitung (ALEGrO) an der BAB 44 vorbei von Amprion geplant ist, wird eine enge Abstimmung der beiden Vorhabenträger notwendig. Damit kann eine Minimierung der Eingriffe erfolgen und Synergien werden hergestellt.

Im Bürgerforum wurde von einigen Besuchern die Nähe der geplanten Pipelineführung zur angrenzenden Wohnbebauung an der Autobahn bemängelt. Der Projektleiter von OGE führte aus, dass in Deutschland rund 45.000 Kilometer Erdgasleitungen in verdichteten Gebieten gebaut seien, teilweise sogar quer durch Städte, da es keine rechtlich verbindlichen Abstandsregeln dazu gebe. In Brand werde aber trotzdem ein Schutzstreifen von 10 Metern eingehalten. Eine Tunnelung sei in dem Gelände leider nicht machbar. Franz-Josef Kißing versicherte: „Wenn es irgendeine Unsicherheit gibt, wird die Leitung nicht genehmigt!“

Genehmigungen durch die Bezirksvertretung Köln
Für die Genehmigungen in diesem Verfahren ist die Bezirksregierung Köln zuständig. Da inzwischen alle Stellungnahmen der Städte und Gemeinden, Träger öffentlicher Belange und Bürgerinnen und Bürger bei der Genehmigungsbehörde vorliegen, wird diese nun voraussichtlich für die erste Jahreshälfte 2018 einen Erörterungstermin festlegen. Der erforderliche Planfeststellungsbeschluss könnte dann noch in 2018 erfolgen.

Wolfgang Müller bedankte sich in der Sitzung abschließend im Namen des Bürgervereins für die umfangreichen Informationen und die sachliche Disku