Bürgerverein

Projekte und Ideen

Wanderkarten Brand und Umgebung

erhältlich im Bezirksamt

Alter Kirchweg trifft Vennbahn


Eröffnung eines weiteren Wanderwegstücks in Brand

Seit vielen Jahren arbeitet der Arbeitskreis „Natur und Umwelt“ des Bürgervereins Brand daran, alte Wege und Pfade, die noch im städtischen Eigentum sind, wieder für die Öffentlichkeit begehbar zu machen. Ein hervorgehobenes Ziel ist die Wiederherstellung des Alten Kirchwegs zwischen Niederforstbach und Kornelimünster. Im Zusammenhang mit der Umgestaltung der ehemaligen Tuchfabrik Becker gewinnt dieser Weg schon bald an Bedeutung.

Bereits seit einigen Jahren ist ein kurzes, sehr schönes Stück ausgehend vom Rollefbach in Richtung Vennbahn für Wanderer oder Spaziergänger hergerichtet. Es stellt den Anschluss an eine zentral gelegen Parkgelegenheit im Rollefbachtal dar. Jetzt ist auch der Anschluss an die Vennbahn auf Höhe der ehemaligen Tuchfabrik geschafft. Bei seiner Arbeit achtet der Arbeitskreis darauf, die neuen Wege möglichst naturnah zu belassen. Da muss man auch schon mal einen alten Baumstumpf umrunden oder sich an Brennnesseln vorbeischleichen. In diesem Fall ist auf dem ersten Teilstück ein idyllischer, vom Bäumen überdachter Hohlweg entstanden, der durch ein Drehtor auf eine landwirtschaftlich genutzte Wiese geht (s. Foto). Mit Kühen muss auf diesem Weg also gerechnet werden. Das Anleinen von Hunden ist auf solchen Wegen Pflicht!

Der Weg entstand in Absprache mit dem Stadtbezirk, dem Umweltamt, dem Landwirt, den Niederforstbacher Schützen und einem Gutachter für den Schießbetrieb. Abschließbare Tore mit Warnschildern an beiden Enden des Wegstücks sorgen jetzt für die Sicherheit beim Schießen. Im Freischneiden und Setzen von Toren sind die Ehrenamtler des Bürgervereins inzwischen geübt. In diesem Fall mussten aber auch diverser Bauschutt und abgelegter Grünschnitt entsorgt werden. Die Geldmittel für die Beschaffung der Tore wurden von der Bezirksvertretung bereitgestellt.

Für den Arbeitskreis Natur und Umwelt

Dr. Andreas Lux

Kirchweg Rollefbachtal

Projekte und Ideen

Wege in die Natur

Im Jahr 2008 wurde mit der Eröffnung des Höhenrundwanderweges im Indetal – unter der Leitung von Heribert Kuck – der Grundstein für die Idee gelegt, die Menschen in und durch die Natur in Aachen-Brand zu führen. Wissen Sie eigentlich, dass der allergrößte Teil aller Naturschutzgebiete Aachens in Brand liegt? Zu den Tätigkeiten des Arbeits-kreises gehörten das Beschaffen und Gestalten der Markierungssteine, die Befestigung des Eingangsbereiches auf der Grachtstraße mit Pflastersteinen, das Einrichten eines Infopunktes mit Sitzgelegenheit an der Komericher Mühle sowie die Befestigung des Komericher Weges.

Inzwischen ist aus der Idee ein Netz von Wanderwegen geworden, die allesamt am Brander Markt bzw. an St. Donatus beginnen und von dort ausgewiesen sind.
Mit der Inde-Route hat Brand dank der unermüdlichen Arbeit von Robert Leclaire jetzt offiziell Anschluss an den Eifelsteig. Man spricht von einem Partnerschaftsweg und muss dafür strenge Kriterien erfüllen.

Das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang unserer Arbeit. Weitere Wege sind in Planung und die Wege sollen zunehmend mit Leben gefüllt werden, dazu gehören das Einrichten von Ruhe- oder Aussichtspunkten mit Bank sowie die Information des Wanderers über Sehenswertes oder Interessantes auf und abseits der Wege:

Kennen Sie das Stauwehr zur Komericher Mühle?

Wissen Sie, wo die Bänke mit den Namen „Hexenblick“ bzw. „Pfaffenblick“ stehen?

Haben Sie schon mal einen Blick in den Steinbruch „Hoven“ geworfen?
Außerdem haben wir es zu unserer Aufgabe gemacht, bestehende, aber zugewachsene, Wanderwege wieder begehbar zu machen sowie Bänke und Ausblicke frei zu halten. Denn: Nur wer die Natur schätzen lernt, wird sie nachhaltig schützen. Unser Ziel ist es daher, die Menschen aus Brand und Umgebung in die Natur zu locken. Wer sich einen Eindruck davon verschaffen will, welche mühselige Arbeit dahinter steckt (und ob sich diese Arbeit gelohnt hat), der kann sich in Krauthausen, oberhalb der Komericher Mühle, ein Bild davon machen. Der Fuchskaul führt über den Hexenberg am „Hexenblick“ vorbei und um das Umspannwerk herum zum Steinbruch „Hoven“. Er stellt damit den Anschluss an das Stolberger Wegenetz her.
Wiederherstellung ursprünglicher Lebensräume

Vor allem im Bereich der alten Mühle am Komerich (Textilmuseum) sind in Zusammen-arbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde Wasser- und Sumpfflächen geschaffen worden, die vor allem Amphibien und Reptilien als Lebensraum dienen sollen. Dabei haben wir gelernt, dass diese Tiere nicht nur Sümpfe, sondern auch Sonne benötigen, damit das Wasser warm genug ist oder die Tiere sich an bestimmten Stellen aufheizen können. Zu unseren Tätigkeiten gehörten:

-- die Umgestaltung eines Rückhaltebeckens zu einem Weiher
-- das Fällen von Pappeln entlang der Inde
-- die Wiederherstellung des Mühlengrabens und des Mühlenteichs an der Komericher Mühle sowie die Instandsetzung der Wehre und des Ablaufgrabens zur Flutung der Wiesen am Komerich zwecks Erzeugung von Sumpfwiesen (am „Rodelhang“)
-- das Freischneiden des Mühlengrabens zur Elgermühle sowie das Ausheben von Sumpflöchern und Anlegen von „Sonnenfenstern“ und „Sonnensteinen“ als Vorbereitung für eine spätere Flutung

Im Moment warten wir sehnsüchtig darauf, dass die Untere Landschaftsbehörde ihren Teil der Vereinbarung übernimmt und den Görtzbrunnen an der Kläranlage so über die Wiese verlegt, dass der Mühlengraben zur Elgermühle geflutet wird und auf Brander Seite der Inde ein ähnliches Amphibien-Paradies entsteht wie auf Krauthausener Seite.

Andreas Lux