Bürgerverein

Blickpunkt

Blickpunkt


Der erste Blickpunkt erschien im 3. Quartal 1975 und
danach 3 mal im Jahr

Er enthielt Mitteilungen und Veranstaltungstermine für Brand

Die Verteilung erfolgte ab Juni 2014 kostenlos mit "Noits op d'r Brand"

und ist nun ab Februar 2017 darin integriert, so dass die Informationen
alle zwei Monate erscheinen

Zusätzlich liegen weitere Exemplare im Bezirksamt, bei der
Aachener Bank, der Sparkasse Brand und bei den Mitgliedsgeschäften
der IG Handel, Handwerk und Gewerbe aus.



Februar 2018

Neujahrsempfang 2018


Neujahrsempfang im Bezirksamt Brand

Trotz des schönen Wetters war die gute Stube Brands, wie der Sitzungssaal im Bezirksamt gerne genannt wird, beim Neujahrsempfang am zweiten Sonntag des noch jungen Jahres 2018 wieder proppenvoll. Wie immer hatten Bezirksamt, Bezirksbürgermeister und der Bürgerverein zahlreiche Vertreter der Brander Vereine, Institutionen, Politik und Verwaltung zum intensiven Gedankenaustausch eingeladen. Der Kirchenchor der Evangelischen Martin-Luther-Kirche sorgte dabei mit 34 Stimmen unter der Leitung von Frau Martina Prignitz-Werner für einen ansprechenden musikalischen Rahmen und die notwendige Auflockerung zwischen den Wortbeiträgen.
Die stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins, Frau Dr. Rita Breuer
,
moderierte die Veranstaltung souverän, doch zunächst begrüßte Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders die Anwesenden, darunter auch Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments sowie den Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke. Der Bezirksamtsleiter dankte seinen Mitarbeiterinnen für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr, insbesondere die reibungslose Abwicklung der Landtags- und Bundestagswahlen im Stadtbezirk. Die Statistik belege, führte er aus, dass zwischenzeitlich um die 40% der Besucher des Brander Bezirksamts in Aachen-Mitte wohnen. Das Bezirksamt werde somit auch außerhalb des Stadtbezirks als kundenfreundliche Dienststelle der Stadtverwaltung wahrgenommen.

Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns
nutzte die Aufmerksamkeit der Zuhörer, um einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen. Von den großen internationalen Themen, die bei vielen Menschen zu Verunsicherungen geführt hätten, leitete er zu der Betrachtung des Stadtbezirks Brand über. Dabei ging er nicht nur auf die positiven Entwicklungen, wie die Belebung des neuen Marktplatzes oder die erfolgreiche Verteidigung der Brander Naturschutzgebiete vor dem Plan, diese mit einem Gaspipelinebau zu durchpflügen, sondern auch auf den Umstand ein, dass in Brand jedes 4. Kind in Armut lebt.
Der Bezirksbürgermeister stellte besonders die Einweihungsfeier für den neuen Marktplatz heraus, um exemplarisch das dafür geleistete ehrenamtliche Engagement zu loben und den unzähligen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz herzlich zu danken. „Nur durch Sie wird Brand lebendig, nur durch Sie ist Brand, was es ist!“ Mit diesen Worten brachte er die Besonderheit des Brander Wir-Gefühls auf den Punkt.

Er verband dies mit der Einladung an die Vereine und Institutionen, bei der Belebung des neuen Marktplatzes mitzumachen und ihre Ideen einzubringen, da die Politik nur die Rahmenbedingungen dazu schaffen könne. Was die weitere Entwicklung der Baugebiete in Brand angehe, wolle die Bezirksvertretung maßvoll vorgehen und auf die Verträglichkeit, gerade auch in Bezug auf die Aspekte der Umwelt und Aufenthaltsqualität achten. Abschließend ging Tillmanns auf die statistischen Daten für Brand ein. Auch wenn mittlerweile 22,38% der Brander älter als 64 seien, zeige der Bevölkerungsanteil unter 18 Jahren von 17,23%, dass Brand für junge Familien attraktiv sei. Daraus folgerte der Zweiundvierzigjährige: “Das hält uns jung!“

Nach einer überzeugenden Darbietung
des Kirchenchors konnte sich dann auch der Vorsitzende des Bürgervereins, Wolfgang Müller, mit seinen Grußworten an das Publikum richten, zu dem auch der amtierende Bürgerprinz Will I mit seinem Hofstaat gehörte. Für den Bürgerverein war die eindrucksvolle Arbeit der auf seiner Mitgliederversammlung im März 2017 spontan gegründeten Initiative „Keine Pipeline im Brander Indetal“ ein großer Erfolg, konnten doch die Verantwortlichen der Betreibergesellschaft von ihrer bisherigen Planung, die Pipeline durch die Brander Schutzgebiete zu führen, abgebracht werden.
Eine gute Planung, so resümiert der umtriebige Vereinsvorsitzende, sei für die Eröffnungsfeier im Mai mit über 10.000 Besuchern für den neuen Marktplatz erforderlich gewesen. Auf Bitten von Politik und Verwaltung habe ein zehnköpfiges Team unter Federführung des Bürgervereins die Organisation übernommen. Zeitweise seien bis zu 250 Ehrenamtler an den drei Tagen im Einsatz gewesen und hätten somit wesentlich zum Erfolg des Festes beigetragen.
Eine Erfolgsgeschichte
sei auch das seit zweieinhalb Jahren laufende Projekt „Brander Senioren bleiben mobil“. Schon im Jahr 2016 seien von den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern insgesamt 659 Fahrten durchgeführt worden, 2017 seien es sogar 1.100 Fahrten zum Einkaufen, zu Ärzten oder zu anderen Zielen gewesen. Da die Finanzierung im Sommer auslaufe, die Arbeit aber unbedingt fortgesetzt werden solle, sei bei einer Stiftung ein neuer Förderantrag gestellt worden.
Wolfgang Müller berichtete zudem über die weiteren Aktivitäten des Bürgervereins und bedankte sich bei allen Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement.

Anschließend berichtete Dirk Schreiber
über die Entwicklung des Pfadfinderstammes Brand-Kornelimünster und der kirchlichen Jugendarbeit. Aufgrund der Veränderungen im Bildungssystem falle es immer schwerer, für die Jugendarbeit wichtiges Leitungspersonal, zu gewinnen. Selbst in Brand sei es nicht selbstverständlich, ohne Bezahlung nur im Interesse des Gemeinwohls zu arbeiten. Dies habe sich auf die katholische Jugendarbeit in Brand ausgewirkt. „Wer jetzt aber denkt wir stecken den Kopf in den Sand, der irrt“, hielt der stets mit Pfadfinderhemd und Halstuch ausstaffierte Oberpfadfinder Schreiber entgegen. „Die Gesellschaft ist eben nicht statisch und nichts ist beständiger wie der Wandel. Seit dem letzten Jahr geht es dank innovativer Konzepte wieder aufwärts mit den Mitgliederzahlen“, berichtete Dirk Schreiber mit einem Hoffnungsschimmer in den Augen.

Zum Abschluss des offiziellen Teils des Empfangs schnappte sich Pfarrer Uwe Loeper spontan das Mikrofon, um sich für den guten Verlauf und die breite Unterstützung während des vergangenen Lutherjahres zu bedanken. Zusammen mit seinem katholischen Pendant, Pastor Ralf Freyaldenhoven, setzt sich der Geistliche für ein ökumenisches Miteinander der Konfessionen ein.
Auch dies ist schließlich ein wichtiger Baustein des Brander Wir-Gefühls, dem an diesem Tag im Grunde genommen der kräftige Applaus der Anwesenden galt.

Wolfgang Sanders/Fotos: Ewald Kreus

 

Foto: Ewald Kreus

Porträt Herbert Bücken

Foto: Ewald Kreus



Herbert Bücken – 90 Jahre

Die Brander gratulieren einem Mitbürger, der die Geschicke des Stadtbezirks in den letzten Jahrzehnten wesentlich mitgestaltet hat, zu einem runden Geburtstag: Herbert Bücken wurde am Neujahrstag 2018 90 Jahre alt.

Herbert Bücken, verheiratet mit seiner Frau Resi, 3 Kinder, 6 Enkelkinder, langjähriger Leiter der Gewerblichen Schulen I in der Martinstraße, zog es 1964 nach Brand. Er übernahm bald ehrenamtliche Aufgaben in Vereinen und in der Kirche. So war er 25 Jahre Leiter des Arbeitskreises „Kunst und Musik“ im Ökumenischen Bildungswerk, eine Institution, die das kulturelle Leben Brands entscheidend prägt.
Von 1989 bis 2001 war Herbert Bücken Vorsitzender des Bürgervereins und wurde 2001 Ehrenvorsitzender. Er hat in dieser Zeit den Bürgerverein zu dem gemacht, was er heute ist: Dachverband der Brander Vereine und Institutionen mit großem Einfluss auf die Gestaltung des Brander Gemeinwesens. Denken wir dabei an die enge Zusammenarbeit von Bezirksvertretung, Bezirksverwaltung und Bürgerverein.

Einige Brander Glanzlichter fallen in seine Zeit: die Stolberger Musikmuschel wurde nach Brand geholt, Denkmäler wurden errichtet, u.a. das Musikdenkmal auf dem Rondell Rörigstr./Kirchheidstr., die Organisation des großen Umzugs und einer Ausstellung anlässlich des Milleniums „2000 Jahre Brand im Wandel der Zeit“.
Große Verdienste hat er an dem Erfolg der Heimatkundlichen Blätter, des Jahresbuchs des Bürgervereins, und dies bis heute, wenn er u.a. Chroniken bearbeitet.

Als in den 90er Jahren das Brander Feld zu einem eigenen Stadtteil im Stadtbezirk heranwuchs, war es Herbert Bücken, der zusammen mit Politik und Verwaltung aufgrund der noch fehlenden Infrastruktur einen „Runden Tisch“ ins Leben rief, um die Neubürger ins Brander Gesellschaftsleben zu integrieren. Folglich war er auch 1997 Gründungsmitglied des Vereins „Jugend und Begegnung im Brander Feld“.

Auch heute noch betreut er den Sozialfonds des Bürgervereins zur Unterstützung der Jugendarbeit in Brander Vereinen. Als Mitglied des Vorstandes profitiert der Bürgerverein weiterhin von Herbert Bückens gutem Rat.

Lieber Herbert,
Gratulation zum 90ten und ein Riesendankeschön für das, was du für Brand getan hast und auch weiterhin tust!

Willi Eschweiler

Weihnachtskistenaktion


Weihnachtspakete 2017

Im Dezember 2017 haben
die Inhaberin Frau Elfrun Tögel, Friseursalon & Kosmetik, Wolferskaul 18b,
und die
Inhaberin Frau Bohne-Hofmann, Reinigung Bohne-Hofmann, Trierer Str. 769,
ihre Kunden aufgerufen, weihnachtliche Päckchen für in Not geratene Brander Seniorinnen und Senioren zu spenden.
65 Päckchen, von Kunden gespendet, bunt verpackt und liebevoll dekoriert sowie Gutscheine, sind in den Geschäften abgegeben worden.
In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein sind der AWO Brand, der Vorsitzenden Anita Frenzel, die Päckchen zur Verteilung an Brander Senioren in Not übergeben worden.
Die telefonischen und persönlichen Rückmeldungen der Senioren bei Anita Frenzel (die Anonymität bleibt gewahrt) waren enorm.

Viele konnten es kaum fassen, dass man an sie gedacht hat und ihnen somit eine riesige Weihnachtsfreude bereitete. Der Inhalt der Pakete wurde lobend hervorgehoben: Angefangen von Artikeln für den täglichen Bedarf bis hin zu Leckereien, Kosmetika, kleinen Geschenken und wertvollen Sachen. Die Senioren waren überwältigt auch von den Glückwünschen und liebevollen Zeilen zum Weihnachtsfest.
Viele, vielen Dank an alle Spender, die diesen Erfolg erst möglich machen.
Ein großer Dank an die beiden beteiligten Firmen und ihre Mitarbeiter.
Die Spendenaktion für bedürftige Senioren in Brand war auch somit auch in 2017 ein voller Erfolg.

Wolfgang Müller

 

Bürgerforum zum Thema "Zeelink"

Das Bürgerforum ist ein Ausschuss des Rates der Stadt Aachen. Hier können Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Aachen Themen beantragen, die dann im Dialog mit den politischen Vertretern des Rates der Stadt Aachen diskutiert und beraten werden. Das ist in anderen Fachausschüssen des Rates nicht möglich. Im Bürgerforum sind Mitglieder aller Fraktionen des Rates der Stadt Aachen vertreten.

Zeelink I –Initiative Bürgerverein: „Keine Pipeline im Brander Indetal“

Zeelink I
Die Trasse Zeelink I soll von Belgien/Lichtenbusch über Aachen an Stolberg und Würselen vorbei bis Ledgen/Arhaus geführt werden. Sie soll bis 2021 fertig gebaut sein. Die Pipeline ist erforderlich, um die Erdgasversorgung im Westen Deutschlands zu sichern sowie die schrittweise Umstellung von L-auf H-Gas zu gewährleisten. Die Notwendigkeit der Trassenverlegung wird vom Bürgerverein Brand selbstverständlich im Rahmen der notwendigen Daseinsvorsorge anerkannt.


Bericht zum Bürgerforum am 28.11.2017 im Aachener Rathaus

Sachstand

Der Bürgerverein Brand hatte im August letzten Jahres einen Einwohnerantrag nach der Gemeindeordnung gestellt. Dies war ein weiterer Schritt, den unsere Initiative „Keine Pipeline durch das Brander Indetal“ eingeleitet hat, um auf dem Laufenden zu bleiben. Vorab hatten die Brander bei einer Dialogveranstaltung im März mit rund 600 Besuchern und in einer anschließenden Online-Petition mit mehr als 2.600 Unterschriften kurzfristig sehr deutlich gemacht, dass sie keine Durchquerung einer Erdgasleitung durch Brander Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete wünschen.

Open Grid Europe hat Wort gehalten
In der öffentlichen Veranstaltung des Bürgervereins im Mai vorigen Jahres in der Gesamtschule hatte der Projektleiter Franz-Josef Kißing dann erklärt, dass OGE beabsichtige, das Planfeststellungsverfahren für die Gasleitung entlang der BAB 4 zu beantragen, obwohl die Bezirksregierung Köln bei dem vorherigen Raumordnungsverfahren für die Trasse den Weg durch das Brander Indetal und weitere Schutzgebiete als Vorzugskorridor favorisiert hatte. Tatsächlich wurde der entsprechende Antrag dann im August letzten Jahres in Köln gestellt.

Bürgerforum der Stadt Aachen
Aufgrund unseres Antrages hatte der Oberbürgermeister Open Grid Europe (OGE) für den 28. November 2017 zum Bürgerforum ins Aachener Rathaus eingeladen. Dort informierten sich die Fraktionsmitglieder des Rates der Stadt, Mitglieder des Bürgervereins und weitere Interessierte über den Sachstand der geplanten Erdgasfernleitung Zeelink I. Neben den gewählten Ausschussmitgliedern waren auch einige unserer Brander Politikerinnen und Politiker im Aachener Ratssaal vertreten. Die Bezirksregierung Köln war zwar ebenfalls vom Oberbürgermeister eingeladen worden, entschuldigte sich aber mit dem Hinweis, dass sie wegen des laufenden Verfahrens keine öffentliche Stellungnahme abgeben werde.

Den aktuellen Sachstand zum Pipelineverfahren stellte Wolfram Günther, Abteilungsleiter im Fachbereich Stadtentwicklung, dem Bürgerverein anschaulich und umfassend dar. Er stellte fest, dass die Stadt Aachen aufgrund ihrer Grenzlage zu Belgien eine Schlüsselstelle für die Trassenführung einnimmt. Die nunmehr eingereichte Planung wird ausdrücklich von der Stadt Aachen begrüßt, da sie eine weitgehende Parallelführung zur BAB 44 (Belgienlinie) vorsieht. Da quasi zeitgleich auch eine Stromleitung (ALEGrO) an der BAB 44 vorbei von Amprion geplant ist, wird eine enge Abstimmung der beiden Vorhabenträger notwendig. Damit kann eine Minimierung der Eingriffe erfolgen und Synergien werden hergestellt.

Im Bürgerforum wurde von einigen Besuchern die Nähe der geplanten Pipelineführung zur angrenzenden Wohnbebauung an der Autobahn bemängelt. Der Projektleiter von OGE führte aus, dass in Deutschland rund 45.000 Kilometer Erdgasleitungen in verdichteten Gebieten gebaut seien, teilweise sogar quer durch Städte, da es keine rechtlich verbindlichen Abstandsregeln dazu gebe. In Brand werde aber trotzdem ein Schutzstreifen von 10 Metern eingehalten. Eine Tunnelung sei in dem Gelände leider nicht machbar. Franz-Josef Kißing versicherte: „Wenn es irgendeine Unsicherheit gibt, wird die Leitung nicht genehmigt!“

Genehmigungen durch die Bezirksvertretung Köln
Für die Genehmigungen in diesem Verfahren ist die Bezirksregierung Köln zuständig. Da inzwischen alle Stellungnahmen der Städte und Gemeinden, Träger öffentlicher Belange und Bürgerinnen und Bürger bei der Genehmigungsbehörde vorliegen, wird diese nun voraussichtlich für die erste Jahreshälfte 2018 einen Erörterungstermin festlegen. Der erforderliche Planfeststellungsbeschluss könnte dann noch in 2018 erfolgen.

Wolfgang Müller bedankte sich in der Sitzung abschließend im Namen des Bürgervereins für die umfangreichen Informationen und die sachliche Diskussion.

Über den Fortgang werden wir weiter berichten.

Paul Goebbels – Leiter der Initiative und Marianne Krott – Sprecherin der Initiative

 

Foto: Ewald Kreus