Bürgerverein

Blickpunkt

Blickpunkt


Der erste Blickpunkt erschien im 3. Quartal 1975 und
danach 3 mal im Jahr

Er enthielt Mitteilungen und Veranstaltungstermine für Brand

Die Verteilung erfolgte ab Juni 2014 kostenlos mit "Noits op d'r Brand"

und ist nun ab Februar 2017 darin integriert, so dass die Informationen
alle zwei Monate erscheinen

Zusätzlich liegen weitere Exemplare im Bezirksamt, bei der
Aachener Bank, der Sparkasse Brand und bei den Mitgliedsgeschäften
der IG Handel, Handwerk und Gewerbe aus.



Dezember 2018

Bürgerprinz singt für Seniorenmobil

Foto Wolfgang Sanders:

Bürgerprinz singt für Seniorenmobil

Das hat es auf Brand noch nicht gegeben. Der designierte Bürgerprinz Karsten Kehren hat mit seinem Hofstaat während der letzten Herbstkirmes den Marktplatz zum Schunkeln gebracht. Dabei ging es ihm und seiner Gefolgschaft nicht nur um den Spaß an der Freude, sondern auch um die Fortsetzung des Projekts „Brander Senioren bleiben mobil“. Der Bürgerverein Brand ist schließlich nach dem Auslaufen der Förderung durch das Deutsche Hilfswerk auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen, um den kostenlosten Fahrdienst für Senioren weiterhin anbieten zu können. „Wir haben uns vorgenommen, in der bevorstehenden Session genügend Geld zusammen zu tragen, um den Betrieb für ein weiteres Jahr zu sichern“, gibt der erst vierundzwanzig Jahre junge Karsten als Devise für sein musikbegeistertes Prinzengefolge aus.

Daher gehört zu seinem ständigen Prinzengepäck eine geräumige Spendenbox, die er bei jeder Gelegenheit herumreicht. Beim letzten verkaufsoffenen Sonntag ist die jecke Truppe sogar vor einigen Brander Geschäften aufgetreten, um die Box mit Münzen und Scheinen zu füllen. Der Höhepunkt dieser Tournee war der Auftritt auf dem Brander Marktplatz zwischen Kinderkarussell und Waffelstand. Der wegen des schönen Wetters gut besuchte Marktplatz wurde tatsächlich noch voller, als der sympathische Bürgerprinz endlich auf die Kirmes kam. „Denken Sie bitte auch noch an die Fortsetzung des Projekts, wenn die bevorstehende Karnevalssession wieder vorbei ist“, bat Bernd Etschenberg als Mitglied des Hofstaats das herbeigeeilte Publikum und fügte hinzu, „Schließlich werden wir alle einmal älter und freuen uns dann über so eine tolle Unterstützung, wie es sie in dieser Form nur in Brand gibt.“

Danach wurde rheinisches Liedgut vorgetragen und die Menge bei spätsommerlichen Temperaturen in Vorkarnevalsstimmung versetzt. Das funktionierte gut, weil Karsten I. und sein aus Frauen und Männern bestehender Hofstaat selber sichtlich Spaß an ihrem Auftritt hatten. Der Brunnen vor Café Liège wurde kurzerhand zur Bühne umfunktioniert, so dass alle einen guten Blick auf das bunte Geschehen hatten. Die Lieder kamen bei Jung und Alt so gut an, dass bereits nach der Prinzen-CD gefragt wurde. Doch die gibt es natürlich erst nach der offiziellen Proklamation am 04.01.2019 im Brander Festzelt im Gewerbepark. „Bis dahin werden wir auch nur mit dem Repertoire der Ötzis auftreten“, stellte Karsten klar. Die Vorfreude darauf, seine neuen Lieder endlich den Brander Jecken vorzustellen, konnte er dabei aber nicht verbergen. Auch der Erlös aus dem Verkauf der CDs sowie der Prinzenpins wird in die Spendenbox wandern und den Fortbestand des Seniorenmobils hoffentlich lange sichern.

Wolfgang Sanders

 

Kinderprinz und Bürgerprinz

Während Kinderprinz Leon III. bereits am 25.11.2018 proklamiert wurde, muss Karsten I. noch etwas Geduld haben.

Foto: Wolfgang Sanders

Der Grachter - Ein Brander Original

Der Grachter – Ein Brander Original

Vor inzwischen acht Jahren wurde das Projekt „Grachter“ vom Arbeitskreis „Natur und Umwelt“ gestartet. Ziel war es, mit einem Saft aus bisher ungepflückten Brander Äpfeln im Ehrenamt Spenden für die beiden Fonds des Bürgervereins – Jugend und Senioren – zu erzielen. Das Ziel ist geblieben, aber die Bedingungen haben sich mit der Zeit verändert. Mittlerweile kooperiert der Arbeitskreis in diesem Projekt mit dem Umweltamt der Stadt Aachen, dem Naturschutzbund (NABU) und dem Technischen Hilfswerk (THW). Das Umweltamt ist dankbar dafür, dass wir die städtische Streuobstwiese am Indeweg abernten und zunehmend auch in deren Pflege einsteigen werden. Der NABU ermöglicht uns das Auspressen der Äpfel mit einer professionellen Ausstattung und das THW unterstützt uns mit seiner Jugendgruppe seit diesem Jahr bei der Apfelernte.

Im Blickpunkt habe ich vor acht Jahren stolz verkündet, dass 120 Liter Apfelsaft für den guten Zweck verkauft werden konnten. In diesem Jahr haben wir die zehnfache Menge – nämlich 1200 Liter Apfelsaft – gepresst. Dafür mussten fast zwei Tonnen Äpfel bewegt werden, eine – wie ich finde – beachtliche Zahl. War es früher unser größtes Problem, Apfelbäume zum Abernten zu finden, so stellen sich uns heute andere Fragen: Wer hebt diese Apfelmengen auf und füllt sie in Säcke? Wo können wir die Säcke lagern? Wo stellen wir die 240 Apfelsaftkartons hin? Offensichtlich haben wir für diese Fragen Lösungen gefunden, aber größer darf und soll das Projekt jetzt nicht mehr werden. Es ist übrigens noch Saft da! Er ist viel zu lecker und kostbar, um am Ende übrig zu bleiben. Interessenten können sich unter folgender Telefonnummer bei mir melden: 0241 / 521133.

In diesem Jahr hat dem Arbeitskreis die enorme Fülle an Äpfeln bei der Ernte geholfen. Wir haben nicht alles Abernten können, was da an den Bäumen hing. Das war im letzten Jahr noch ganz anders. Das kalte Frühjahr hatte der Apfelernte einen schweren Schlag versetzt und wir mussten daher im letzten Jahr auf den Apfelsaft verzichten. Da hat uns die Natur gelehrt, dass der Grachter keine Selbstverständlichkeit ist.

Für den Arbeitskreis „Natur und Umwelt“

Andreas Lux

 

Buchvorstellung 2018


Vorstellung der 29. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter

Am 22. 11. 2018 hieß es zum 29. Mal ‚Herzlich Willkommen zur Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ in Aachen Brand. Weit über 200 Besucher füllten die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle der Aachener Bank und freuten sich über ein Wiedersehen, einen unterhaltsamen Abend und vor allem natürlich auf das neue Buch, das der umtriebige Geschichtskreis im Bürgerverein Brand einmal mehr mit großer Mühe, viel Kleinarbeit und originellen Ideen und Themen gestaltet hat.

Zu Beginn des offiziellen Programms bezauberte Holzplaisir, ein Klarinettenquartett aus den vier Damen Beate Bleilevens, Gudrun Bobka, Karin Iglauer und Marianne Iglauer-Jünger, das Publikum mit dem Klassiker ‚Lemon Tree.‘

Als Vertreter der Aachener Bank begrüßten sodann Herr Jens Ulrich Meyer (Vorstand) und Frau Silke Frings (Geschäftsstellenleiterin Brand) die zahlreichen Gäste und hießen sie in ihrem Haus herzlich willkommen. Ihnen und den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Brand sollte im Laufe des Abends noch wiederholt gedankt werden für ihre Gastfreundschaft und den schönen Rahmen, den sie unserer Veranstaltung gaben!

Lange bevor an diesem Abend der Sandmann kam, um die Nachtruhe einzuläuten, begeisterte Holzplaisir mit dem Ohrwurm Mr. Sandman, einer Melodie, die ursprünglich aus dem Jahr 1958 datiert und verschiedentlich aufgegriffen wurde.

In seiner anschließenden Rede begrüßte der Vorsitzende des Bürgerverein Brand e.V. Wolfgang Müller zunächst die Vertreter der Aachener Bank ebenso wie auch der Sparkasse Aachen – beide Geldinstitute geben der Buchvorstellung nicht nur im Wechsel einen festlichen Rahmen, sondern beteiligen sich auch großzügig an den Herstellungskosten der Heimatkundlichen Blätter. Nach der Begrüßung weiterer Ehrengäste aus Politik und Kirchengemeinden, Schulen, Institutionen und Vereinen und einem besonderen Willkommen allen Gästen an diesem Abend stellte er das neue Buch überblicksartig vor.

Hier können Sie beispielsweise lesen, wie vor über 200 Jahren im Ortsteil Freund die Steuern geschätzt wurden und welche Hausmittel Anfang des 19. Jahrhunderts zur Anwendung kamen.  Die Geschichte der Eilendorfer Straße vom Dorfanger zur Gewerbe- und Wohnstraße wird von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis heute erzählt. Wie mag es den Menschen – unseren Vorfahren – in Aachen Brand am Ende des Ersten Weltkriegs ergangen sein? Auch auf diese Frage finden Sie in der neuen Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter eine Antwort. Der Wasserversorgung in jener Zeit ist beginnend mit dem Jahr 1909 ein eigener Beitrag gewidmet.  Und fragen Sie sich manchmal, wer eigentlich Paul Küpper war und warum die Schagenstraße so heißt wie sie heißt? Lesen sie es nach und freuen Sie sich schon auf weitere Erläuterungen in den kommenden Jahren.

In keiner Ausgabe darf sie fehlen: die Brander Chronik in Os Heemetsproch und in Hochdeutsch, die diesmal die Geschicke des Stadtbezirks von Oktober 2017 bis September 2018 nachzeichnet. Und auch auf die herrlichen Mundart-Gedichte von Wilma Henn dürfen Sie sich wieder freuen. Sie sind so beliebt, dass sie die Rede des Vorsitzenden unterbrechen und eine Kostprobe geben durfte – sehr zur Freude des Publikums!

Allen, die zur Entstehung der 29. Heimatkundlichen Blätter beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön: den Autoren des Geschichtskreises, den Fotografen sowie allen, die interessantes Material zur Verfügung gestellt haben. Stellvertretend genannt sei hier Gertrud Müller. Vielleicht haben Sie auch noch das eine oder andere Schätzchen zu Hause, das interessante Geschichten erzählen kann? Dann melden Sie sich beim Geschichtskreis!

Ein herzlicher Applaus galt am Ende des offiziellen Programms auch dem Klarinettenquartett Holzplaisir, das im Laufe des Abends noch mehrfach zu hören war und für den passenden musikalischen Akzent der Veranstaltung sorgte.

Bei guter Stimmung und einer reichen Auswahl an Getränken und kleinen Köstlichkeiten dauerte es noch lange, bis sich die Gäste mit ihrem Exemplar der 29. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter auf den Heimweg machten.



Rita Breuer

 

Erfolgreicher Abschluss

Projekt „150 Laubbäume für Aachen Brand und mehr …!“


Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Umweltamt der Stadt Aachen und dem Bürgerverein Brand e.V.
Am Anfang stand ein bekanntes Bauvorhaben im Stadtteil Brand, bei dem wichtige Umweltauflagen nicht erfüllt wurden. Um den Schaden auszugleichen, vereinbarte die Stadt mit dem Investor, dass dieser eine Abstandszahlung leisten sollte. Mit dieser Abstandszahlung sollen seit 2013 im Stadtbezirk Brand insgesamt 150 Bäume gepflanzt werden, also dort, wo der Schaden entstanden ist“, sagte die damalige Baudezernentin Frau Nacken.
Diese Erkenntnis brachte die Verwaltung auf die Idee, den auch im Umweltschutz engagierten Bürgerverein in Brand um Unterstützung zu bitten und damit die Bevölkerung direkter in die Baumpflanzaktion einzuspannen. Der Bürgerverein stimmte der Zusammenarbeit zu. Er kümmerte sich seitdem darum, dass die Standorte für 150 Bäume im Stadtbezirk Brand vor allem auf Privat- und Firmengrundstücken gefunden werden.
Es sind fünf Jahre ins Land gegangen und man kann sagen, dass der Stadtbezirk Brand „grüner“ geworden ist.
Anträge für mehr als 150 Bäume sind beim Bürgerverein eingegangen. Anwohner in Brander Neubaugebieten, aber auch Anwohner in alten, gewachsenen Strukturen haben Anträge gestellt.

154 Bäume sind gepflanzt, dokumentiert und bezahlt.
Baumkosten in Höhe von 11.779,11 Euro sind den Brander Bürgerinnen und Bürgern erstattet worden.

Ich glaube man kann sagen, die Arbeit hat sich gelohnt.

Aber auch diese Aktion muss ein Ende finden.

Ende 2018 schließen wir diese Aktion ab.
Im Namen des Bürgerverein Brand e.V. darf ich mich bei allen Brander Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die das Angebot „Brand soll grüner werden“ angenommen haben.

Wolfgang Müller

 

Oktober 2018

Heimatkundliche Ortsführung

Der Geschichtskreis hatte eingeladen

Der Geschichtskreis des Bürgervereins Brand hatte den Vorstand des Bürgervereins zu einer heimatkundlichen Führung ins Zentrum von Brand eingeladen. Viele ortsbezogene Informationen konnte man erfahren:

Seit wann gibt es Brand? Woher kommt der Name? Wieso ist Brand von außen zum Zentrum hin gewachsen?

Was bedeuten der Brander Stier und das Horn in unserem Brander Wappen?

Seit wann teilt die breite Trierer Straße Brand in zwei Hälften?

Wo und wie groß war die Brander Heide, auf der Pferderennen abgehalten wurden? Wo und welche ehemaligen Schulen, Kirchen und Friedhöfe gab es?

Fragen und Antworten fanden fast kein Ende. Es war für alle sehr bereichernd.

Ewald Kreus


Bei der Wiederholung der Führung am 29.September für die Öffentlichkeit informierten Ewald Kreus und Hermann Schümmer
über geschichtliche und heimatkundkiche Bauten und Anlagen, unterstützt durch Vorzeigen von Fotos und Skizzen.
Dabei erzählten sie den Interessenten etwas über den Standort der ersten Brander Kapelle,bzw. kleinen Kirche, die sich
gegenüber von St. Donatus befand, das erste Schulgebäude und den ersten Friedhof an der Hochstrasse sowie den benachbarten
zweiten Brander Friedhof an der Eschenallee hinter der Marktschule.
Etwa 50 teilnehmende Bürger zeigten sich interessiert und waren begesistert von dem exellenten Wissen der Vortragenden, die zu
vielen gestellten Fragen Auskunft geben konnten.

 

Foto: Michael Schmidt

Die Vortragenden des Geschichtskreises
Ewald Kreus und Hermann Schümmer

Foto Wolfgang Sanders

Foto: Michael Schmidt

Brander Marktplatz, Erläuterungen am Hamacher-Kreuz

Foto: Michael Schmidt

Foto: Michael Schmidt